Dienstag, 04.03.2008 20:01

Navis lernen Sprachen und Geschichte

aus den Bereichen CeBIT, Computer
Navigationsgeräte gibt es inzwischen in massig Formen und Farben. Sogar immer mehr Handys weisen ihren Besitzern den Weg, wie unter anderem Nokia mit neuen Modellen auf der Cebit zeigt. Die Hersteller versuchen jedoch, sich durch mehr von der Konkurrenz abzuheben, als durch den Preis oder die Größe des Bildschirms. So integriert Nuance Communications, Inc. nun seine Spracherkennungslösungen in das neue mobile GPS-Navigationsgerät Navigon 8110. Navteq zeigt hingegen, wie "Geschichtskenntnisse" beim Umfahren von Staus helfen können.

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"Sprich mit mir"

Sprechen können Navigationsgeräte ja seit längerem. Dank der Spracherkennungslösung von Nuance lernt das Navigon 8110 nun aber auch Verstehen. Mit "Voice Recognition Pro" soll es möglich werden, dass Nutzer die gewünschte Zieladresse, also Ort, Straße und Hausnummer, mit einem einzigen Sprachbefehl eingeben können. Per Tastendruck auf dem Touchscreen wird die Spracheingabe aktiviert, anschließend spitzt das Navigon 8110 die Ohren. Statt dass jeder einzelne Angabepunkt bestätigt werden muss, wird der Nutzer am Ende der gesamten Eingabe dazu aufgefordert, die Angaben zu bestätigen. Das Navigon 8110 mit Spracheingabe soll ab Frühjahr dieses Jahres in Europa erhältlich sein.

"Historische" Verkehrsdaten gegen Stau

Das US-Unternehmen Navteq ist Anbieter digitaler Kartendaten für die Fahrzeugnavigation und ortsbezogene Daten. Nun führt die Firma aus Chicago ihre Datenbank Navteq Traffic Patterns unter anderem in Deutschland ein. Sie enthält Angaben über den durchschnittlichen Verkehrsfluss für bestimmte Straßenabschnitte und ordnet die Information den Geodaten aus der Navtec-Kartendatenbank zu. "Die Möglichkeit, bestimmte Muster im Verkehrsaufkommen zu sehen, ermöglicht es Anwendungsentwicklern verbesserte Routingmerkmale für Navigationslösungen anzubieten, ohne dabei auf drahtlose Kommunikation zurückzugreifen", erläutert Howard Hayes, Vize-Chef für den Bereich dynamischer Inhalte bei Navteq. Indem das Verkehrsaufkommen eines Straßenabschnitts an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit bekannt sei, könne leichter eine alternative Route vorgeschlagen werden. Staustrecken können so gemieden werden und auch die Angaben zur voraussichtlichen Ankunftszeit können präziser gemacht werden.

In den USA deckt die Lösung bereits mehr als 750.000 Meilen in 48 angrenzenden US-Staaten ab. Das deutsche Produkt bietet bereits mehr als 170.000 Kilometer der verkehrsreichsten Straßennetze hierzulande. Es umfasst auch fünf tägliche Verkehrsmodule mit stündlich aktualisierten Verkehrsangaben.
Aleksandra Leon
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