Der Freemail-Anbieter GMX hatte am Dienstagmorgen zum
CeBIT-Gespräch geladen. Die geheimnisvolle Ankündigung lautete: "Einer für alle!" Wer vergangenes Jahr bereits die Hightech-Messe in Hannover besucht hat, konnte schon erahnen, was die Tochter von United Internet in diesem Jahr aus dem Hut zaubern würde.
"Einer für alle!"
Denn bereits auf der CeBIT 2007 hatte GMX den MultiMessenger der Öffentlichkeit vorgestellt, einen Chat-Programm, das Gespräche mit Nutzern unterschiedlicher
Instant Messaging-Dienste (IM), wie ICQ oder MSN, ermöglicht. Nun schiebt der Freemailer eine aufgebohrte Version 3.0 hinterher. Der neue Client erlaubt netzübergreifende Kommunikation per Audio, Video oder Chat. Auch ein Dateitransfer zwischen den IM-Angeboten soll nun ohne Probleme vonstatten gehen. Darüber hinaus lassen sich die eigenen E-Mail-Postfächer in das Programm einbinden, unabhängig davon, ob sie bei GMX, Google, Arcor, Yahoo oder Hotmail liegen. Gleichzeitig können bestehende Adressbücher in die Anwendung übernommen werden. Wichtigste Neuerung ist allerdings die Integration von
Social Networks:
Künftig können Nutzer der Communities StudiVZ, Lokalisten, Myspace und Facebook die Nachrichten und Einladungen ihrer Freunde über den Messenger empfangen und direkt beantworten. Lästiges Anmelden bei den verschiedenen sozialen Diensten entfällt damit.

E-Mails und Social Networks im MultiMessenger 3.0. Bild: GMX
Doch es gibt Einschränkungen: Auf Nachfrage verriet Pressesprecher Holger Neumann, dass der beliebte IM-Dienst
Skype aufgrund "großer Restriktionen" auch in der neuen Version noch nicht unterstützt würde. Zudem sei der Client derzeit ausschließlich unter Windows-Oberflächen nutzbar. Auch in Fragen der Werbeschaltung sei man sich noch nicht ganz sicher: "Derzeit gibt es keine Werbung in der Version 3.0. Wir werden in Zukunft allerdings über Alternativen nachdenken."