Dienstag, 04.03.2008 13:17

UMTS-Version des iPhone kommt im Sommer

aus dem Bereich Mobilfunk
Seit November 2007 ist das iPhone, das Touchscreen Handy von Apple, in Deutschland auf dem Markt. iPhone-Besitzer müssen derzeit noch per GPRS oder EDGE statt über schnelles UMTS online gehen. Selbst Steve Wozniak, Mitbegründer von Apple, hat diesen Schwachpunkt des iPhone kritisiert. Außerdem soll das iPhone für externe Entwickler geöffnet werden.

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Chips von Infineon

Laut einem Bericht des englischsprachigen Onlineportals appleinsider.com sollen zur Jahresmitte iPhones mit integrierter UMTS-Lösung in die Läden kommen. Diese Information basiert auf Aussagen von Analysten der Schweizer Investmentbank UBS. Als Lieferant für das HSDPA-Modul würde höchstwahrscheinlich der deutsche Halbleiterhersteller Infineon gewählt.

Wichtigste Neuerung der neuen iPhone-Version soll neben der schnelleren Internetanbindung vor allem ein besseres, stromsparendes Energiemanagement sein. Nach Ansicht der Analysten seien die Entwicklungsarbeiten zum Ende des zweiten Quartals 2008 beendet, so dass das UMTS-iPhone bereits im Sommer auf den Markt kommen könnte.

Steve Wozniak kritisierte auf einer Pressekonferenz in Sydney die Schwächen des iPhone. Laut der australischen Zeitung "The Sidney Monrning Herald" sei das Fehlen von UMTS nicht auf zu starken Energieverbrauch zurückzuführen. Wozniak erklärte, dass seine anderen 3G-Handys kein Problem mit der Akku-Laufzeit hätten. Er gab auch freimütig zu, dass er zum Laptop greife, wenn Internet-Anwendungen auf dem iPhone zu langsam laufen.

iPhone öffnet sich externen Entwicklern

Doch nicht nur hardwareseitig soll das iPhone Verbesserungen erhalten. Apple wird externen Entwicklern erlauben Software für das iPhone zu entwickeln. Laut einem Bericht der Presseagentur Pressetext (pte) plane Apple diesen Schritt vor allem, um der Konkurrenz dadurch einen Schritt voraus zu sein. Derzeit würde das Potential des iPhones noch nicht voll ausgeschöpft. Apple wolle am Donnerstag das Software Development Kit (SDK) vorstellen. Im Moment werden externe Anwendungen von Apple nur erlaubt, wenn sie über den Internetbrowser Safari laufen.

Apple hatte zunächst diesen Weg gewählt, um einer möglichen Virengefahr durch Fremdsoftware vorzubeugen. Nachteil dieser Lösung: Die Browser-Programme können die Anwendungen nicht speichern. Mit Hilfe des SDK sollen die iPhone Programme interaktiver und schneller werden. Profitieren würden unter anderem auch Business-Nutzer von der Öffnungsstrategie. Diese vermissen häufig noch Softwarelösungen und Support für einen besseren Zugang zu Unternehmensanwendungen wie etwa E-Mail Exchange Server.
Jörg Schamberg
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