Auf die Idee atomkraftbetriebener Rechner ist Intel bisher noch nicht gekommen. Intel greift nur bei der Benennung seiner neuesten Familie auf die Bezeichnung für den kleinsten Baustein der Materie zurück. Der Trend beim US-amerikanischen Hersteller geht zu immer
kleineren Prozessoren.
Einsatz in MIDs
Die neue Atom-Baureihe der Niedrigenergie-Prozessoren wurde speziell auf den Gebrauch in den neuen kleinen, mobilen Internetrechnern (MIDs) zugeschnitten. Die Prozessoren sollen auch in neuen, günstigen für die Internetnutzung optimierten Rechnern eingesetzt werden, die noch 2008 auf den Markt kommen sollen. Die bislang unter dem Codenamen
Menlow geführte Plattform für MIDs wird nun Centrino Atom getauft. Auf ihr wird der Chip mit Codenamen "Poulsbo" und der Atom-Prozessor Verwendung finden.
Neue Prozessorarchitektur
Atom inside
Bild: Intel
Die in
45-Nanometer-Technologie produzierten Chips basieren auf einer neuen Prozessorarchitektur, die auf Energie sparen und den Gebrauch in kleinen Geräten setzt. Der kleinste Prozessor in der Geschichte des Unternehmens, vorher unter dem Codenamen
Silverthorne bekannt, enthält 47 Millionen Transistoren. Elf dieser Chips würden zusammen die Größe eines amerikanischen Penny erreichen. Die Taktfrequenz der Prozessoren soll 1,8 Gigahertz betragen bei einem Energieverbrauch zwischen 0,6 und 2,5 Watt. Die mobilen Core 2 Duo Prozessoren verbrauchen dagegen noch 35 Watt.
Intel sieht für die neuen Prozessoren ein großes Potenzial. So könnten sie in Unterhaltungselektronik und Mobilfunkgeräten genutzt werden. Die neuen Chips sollen zur Jahresmitte auf den Markt kommen. Auf der diesjährigen CeBIT dürften erste Prototypen des Chips zu sehen sein.