Montag, 03.03.2008 12:16

Arcor: Mehr Kunden durch Einfach-Offensive

aus dem Bereich CeBIT
Es ist ein guter Start in die Messewoche, findet Harald Stöber. Der gut gelaunte Vorstandsvorsitzende bei Arcor lobt auf einer der ersten Pressekonferenzen der CeBIT die Entwicklung des eigenen Geschäftes - und die Zahlen, die Stöber da präsentiert, können sich wirklich sehen lassen. Arcor konnte im vergangenen Jahr rund 650.000 Neukunden gewinnen. Im Vergleich zu 2006 stieg damit der Gesamtkundenstamm um 35 Prozent und liegt nun bei 2,48 Millionen Arcor-Surfern. Damit kann das Unternehmen nun einen Anteil von 13 Prozent am DSL-Markt für sich verbuchen: "Damit sind wir erneut einer der am schnellsten wachsenden Breitbandanbieter in Deutschland", freut sich Stöber. Dass sich eine solche Kundentreue auszahlt, zeigt ein Blick in die Bilanz: Von April bis Dezember 2007 stieg der Umsatz um satte 9,5 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro. Dennoch: Es gibt noch Luft nach oben.

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Wachstum in Deutschland

Um die Expansion fortzusetzen, zählt Arcor auf den bundesweiten Ausbau der Infrastruktur. Dazu plant der Konzern, in den kommenden Wochen weitere 140 Ortsnetze in Betrieb zu nehmen. Kunden in rund 800 Städten sollen dann DSL-Komplettpakete bei Arcor buchen können – immerhin 66 Prozent aller deutschen Haushalte. Bis zum März 2009 soll sich die Zahl noch einmal auf 70 Prozent erhöhen. Dabei geht Stöber von einer allmählichen Stagnation der Endpreise für die Verbraucher aus. "DSL-Komplettanschlüsse gibt es mittlerweile für unter dreißig Euro", stellt Stöber fest. "Damit ist Breitband in Deutschland günstiger als in den meisten europäischen Staaten." Zwischen den Zeilen taucht Arcors neue Losung auf: gleicher Preis – mehr Bandbreite, mehr Leistung und mehr Service.

Digitales Fernsehen als Kundenmagnet

Das Unternehmen wird sich dafür in Zukunft verstärkt auf die Politur des eigenen All-IP-Netzes, dem "Next Generation Network", konzentrieren. Triple-Play ist das Zauberwort: Sprache, Internet und digitales Fernsehen. Vor allem von letzterem verspricht sich Arcor einen neuen Kundenmagneten. Derzeit sind rund 50 Free-TV, 60 Pay-TV-Kanäle und 60 digitale Radiosender darüber zu empfangen. Zusatzdienste wie die rechtlich umstrittene Restart-Funktion, mit der sich verpasste Filme per Knopfdruck wieder auf den Schirm holen lassen, Video-on-Demand und interaktive Hintergrundinformationen sollen die Attraktivität des Angebots steigern.
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