Das "Netz der Zukunft" können Besucher derzeit auf der
CeBIT in Hannover testen. Gemeinsam mit Kooperationspartner
Ericsson demonstriert
T-Mobile als einer der ersten Mobilfunkanbieter in Deutschland die so genannte
Long Term Evolution-Technik (LTE).
Rasantes Tempo
Damit stellt der Bonner Konzern schon jetzt die Weichen für eine Technik, die in naher Zukunft die bisherigen Übetragungsstandards für mobiles Internet wie
UMTS und
HSDPA ablösen soll. Der Vorteil: LTE ist wesentlich schneller als seine Vorgänger. Damit ist es möglich, im Download Spitzendatenraten von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und im Upload maximal 50 Mbit/s zu erreichen. Ein enormer Unterschied im Vergleich zu HSDPA mit 7,2 Mbit/s und HSUPA mit 1,4 Mbits/s.
Bessere Wirtschaftlichkeit
Bereist
Anfang Februar hat Ericsson erstmals die neue LTE-Technik sowohl im Modus Frequency Division Duplex (FDD) als auch im Modus Time Division Duplex (TDD) auf derselben Plattform von Mobilfunkbasisstationen gezeigt. Nach Angaben des Ausrüsters ist LTE die einzige Technik, die dieselbe Plattform sowohl für gepaarte als auch ungepaarte Funkspektren nutzen kann. Dadurch ergeben sich für Netzbetreiber "erhebliche wirtschaftliche Vorteile", wie Ericsson in einer Unternehmensmitteilung erklärt. Aktuell sind 90 Prozent des gesamten mobilen Frequenzspektrums gepaart und weniger als zehn Prozent ungepaart.
Ericsson will die Spezifikationen der LTE-Technik jedoch weiterentwickeln. Mit einem öffentlich nutzbaren LTE-Netz ist aber nicht vor 2011/2012 zu rechnen. In Deutschland werden erste Feldversuche in Dresden starten.
Michael Friedrichs