Freitag, 29.02.2008 18:08

Versatel-Aktionär Apax könnte QSC übernehmen

aus dem Bereich Breitband
Der deutsche DSL-Markt ist in Bewegung geraten. Die DSL-Sparte von Freenet soll verkauft werden, Vofafone will Arcor ganz schlucken und United Internet hält Anteile an Versatel und Freenet. Versatel selbst will nicht untätig bleiben und denkt auch an Übernahmen. Die Übernahme von QSC könnte laut einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX schon bald bevorstehen.

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Versatel würde gestärkt

Derzeit prüfe der Versatel-Aktionär Apax eine Übernahme der Kölner QSC AG. QSC ist ein bundesweiter Telekommunikationsanbieter mit eigenem Breitbandnetz, dessen Fokus vor allem auf das Großkundengeschäft gerichtet ist. Im Endkundenbereich bietet QSC unter der Marke Q-DSL Home auch DSL-Pakete an. Investor Apax ist mit 44 Prozent an Versatel beteiligt. Eine Übernahme von QSC solle über Versatel durchgeführt werden. QSC könnte Versatel sinnvoll ergänzen und vorhandene Lücken schließen hieß es dazu aus dem Unternehmensumfeld. Versatel und Apax gaben zu den Spekulationen keine Kommentare ab.

Die Großaktionäre von QSC sollen sich verkaufsbereit zeigen, wünschten sich aber eine höhere Bewertung der QSC-Aktie. Seit April befindet sich die QSC-Aktie im Abwärtstrend und hat bisher zwei Drittel ihres Wertes verloren. Auch die Geschäftszahlen von QSC aus dem letzten Jahr sahen wenig rosig aus und wiesen einen Verlust aus.

Versatel zeigt sich übernahmefreudig

Versatel hatte bereits in der letzten Zeit seine Bereitschaft zur Übernahme anderer Anbieter verkündet. Für die Übernahme eines Konkurrenten würden bei Versatel Mittel von rund 200 Millionen Euro bereit stehen. Laut dpa-AFX könnten weitere Summen durch Aufnahme von Krediten oder Neuausgabe von Aktien aufgebracht werden. Finanzinvestor Apax würde ebenfalls hilfreich zur Seite stehen.

Neben QSC könnte auch der DSL-Bereich von Freenet für Versatel von Interesse sein. Die eigene Kundenzahl von rund 657.000 Kunden würde bei einer Übernahme auf rund zwei Millionen Kunden vergrößert werden.
Jörg Schamberg
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