Dreiviertel der Verbraucher sind nach eigenen Angaben bereit, für umweltfreundliche IT-Produkte mehr Geld auszugeben als für herkömmliche Geräte. Mehr als die Hälfte der Befragten erklärten in einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC), er würde für Computer, Handys und Fernseher bis zu zehn Prozent mehr ausgeben, wenn diese umweltfreundlich sind. Auch zwei Drittel der befragten Geringverdiener erklärten demnach, sie seien zu Mehrausgaben bereit, wenn dies die Umwelt schone.
"Großes Marktpotenzial"
"Für umweltfreundliche Elektronik- und IT-Produkte gibt es offensichtlich ein großes Marktpotenzial", erklärte PwC-Experte Michael Werner. Jedoch akzeptierten Kunden nur dann einen Aufpreis, wenn sie die vom Hersteller angepriesenen positiven Eigenschaften anhand genauer Angaben zu Stromverbrauch und den verwendeten Materialien nachvollziehen könnten, betonte Werner. "Ein nicht genauer definiertes Öko-Label auf PCs und anderen Geräten wird als Kaufargument allein kaum ausreichen."
Cebit wird grün
Mit dem Schlagwort
Green IT, das auch im Mittelpunkt der am Dienstag in Hannover beginnenden Computermesse
Cebit steht, konnten hingegen die wenigsten der Befragten etwas anfangen. Nur sechs Prozent der 1.001 Befragten hätten gewusst, dass dieses Wort für umweltfreundliche Informationstechnologie steht, erklärte PwC.
Aleksandra Leon
/ afp