"Ich glotz' TV!", können sich ab Mai auch deutsche Handybesitzer freuen. Rechtzeitig zu Fußball-EM und Olympia präsentiert der südkoreanische Konzern
LG Electronics GmbH Deutschlands erstes DVB-T Handy. Das erstaunlich schmale Gerät soll am Montag der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ab Mai ist es dann in den Geschäften erhältlich.
Mobil-Fernsehen
als Zukunftsrenner?
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte, könnte man sagen. In Deutschland diskutierten Gerätehersteller, Programmanbieter und Netzbetreiber lange, ob man man den Standard DM-B (Digital Media Broadcast) oder DVB-H (Digital Video Broadcast-Handheld) einführen soll. Die EU-Kommission entschied sich schließlich für DVB-H, was aber nur in einigen Ballungsräumen empfangen werden kann.
Unterdessen bauten die Koreaner flugs einen DVB-T Empfänger ins Handy ein und voilà – fertig ist das mobile Fernseh-Phone. Und Digital Video Broadcast-Terrestrial ist hierzulande fast überall verfügbar, weil es den analogen Empfang über Antenne abgelöst hat. Der Empfänger bläht das Gerät optisch nicht einmal unnötig auf.
Soll zur EM die Mobil-TV-Ära einläuten:
LGs DVB-T Handy Zwar hält sich bundesweit die Nachfrage nach Mobilfernsehen noch in Grenzen, aber in Fachkreisen wird hier ein schlummernder Zukunftstrend vermutet.
Der noch namenlose Newcomer bietet neben Fernsehempfang eine Kamera und einem MP3-Player. Surfen ist laut Hersteller per
HSDPA mit bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde möglich.
Dorothee Monreal