Wenn das Kölner Unternehmen
Yato mit "Über All Internet" wirbt, handelt es sich um keinen Rechtschreib- oder Tippfehler. Es ist wörtlich so gemeint. Seit November bietet Yato Telefonie, Digitalfernsehen und
Internet über Satellit an. Zur Zielgruppe gehören in erster Linie Privathaushalte und kleine Unternehmen, die bisher vom Breitbandinternet abgeschnitten waren.
Teures Triple Play
Günstig ist das Angebot jedoch nicht. Zwar entfallen die monatlichen Gebühren für eine zusätzliche Telefonleitung, da Yato die Zwei-Wege-Technik ASTRA2Connect von SES ASTRA anbietet: Sowohl der Down- als auch der Upload können so über die Satellitenanlage abgewickelt werden. Doch Yato bittet für den TriplePlay-Genuss ordentlich zur Kasse.
Insgesamt stehen drei Flatrate-Tarife zur Auswahl: Das Einsteigerpaket schlägt mit 29,80 Euro für einen 265 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) schnellen Anschluss zu Buche. Wer es sich leisten kann, die kompletten Gebühren der zweijährigen Vertragslaufzeit auf einen Schlag zu überweisen, zahlt im Monat umgerechnet 19,80 Euro. Für 515 Kbit/s verlangt Yato 39,80 Euro im Monat. Der Vielsurfer-Tarif kostet monatlich 49,80 Euro und beinhaltet eine Internetanbindung mit 1.024 Kbit/s Download-Geschwindigkeit. Hinzu kommen die einmaligen Anschaffungskosten für ein Triple Play-Hardwarepaket, das je nach Umfang mit monatlich neun bis elf Euro über 36 Monate finanziert werden kann.
Gesonderte Bandbreiten für TV und Telefon
Viel Geld für wenig Bandbreite, wird sich mancher sagen. Doch Yato verspricht, dass die Datenübertragungsraten vollkommen ausreichen werden. Immerhin gibt es neben der Satellitenverbindung für das Internet eine zusätzliche Bandbreite mit bis zu 100 Mbit/s für digitales Fernsehen und Videodienste wie Video on Demand und Internet-TV. Insgesamt stehen 340 analoge und digitale Sender zur Verfügung. Auch für die Telefonie gibt es einen eigenen Verbindungsweg: "Frühere Qualitätseinschränkungen von
VoIP sind mit dieser neuen Technologie nicht mehr vorhanden und der Kunde merkt gar nicht, dass die Gespräche über einen Satelliten weitergeleitet werden und nicht über das herkömmliche Festnetz", verspricht das Unternehmen.