Sonntag, 02.03.2008 18:01

Electronic Arts startet "Second Life"-Klon

aus dem Bereich Computer
Electronic Arts will seinem im Dezember 2002 gestarteten Spiel Die Sims Online neues Leben einhauchen. Mit dem Start von EA-Land erhofft sich der Spielehersteller nun, die Online-Zockerherzen wieder für sich gewinnen zu können.

Sims Online neu aufgelegt Der auf dem Grundkonzept von Sims Online basierende Titel soll dabei durch neue Funktionen ähnlich denen von Second Life bei den Fans punkten. So verspricht der Hersteller den Spielern eine größere Welt, einen funktionierenden und blühenden Markt und die Möglichkeit, selbst virtuelle Güter zu erstellen und damit zu handeln. Um noch zusätzlich Nutzer anzulocken, wird EA-Land zudem kostenlos zum Download angeboten. Bisherige Abonnenten von Sims Online können ihren alten Account im EA-Land weiterhin nutzen. Auch die insgesamt zwölf Städte aus dem alten Spiel werden allesamt in die neue und wesentlich größere Welt von EA-Land umziehen. Neu ist jedoch, dass in Häusern mehrere Besucher gleichzeitig dargestellt werden können. Zudem sollen Spieler durch einen neuen Markt und die Möglichkeit, selbst Spielinhalte zu erstellen, aktiver in das Geschehen eingreifen können.

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In-Game-Werbung und Mikrotransaktionen

Nach dem bereits Ende Januar präsentierten Online-Shooter Battlefield Heroes, der im Sommer starten soll, ist EA-Land der mittlerweile zweite kostenlos angebotene Online-Spieletitel von Electronic Arts. Hinter der Strategie des Unternehmens verbirgt sich ein neues Geschäftsmodell, das den Schwerpunkt auf das Internet und kostenlos herunterladbare Spiele legt. Geld verdient der Spielekonzern dabei durch In-Game-Werbung und so genannte Mikrotransaktionen, bei denen Spieler gegen einen kleinen Geldbetrag zusätzlichen Content oder Extra-Items für das Spiel kaufen können. Bei EA-Land kommen optionale gebührenpflichtige Abonnements als Einnahmequelle hinzu, die zusätzlich zum kostenlosen Spiel angeboten werden und beispielsweise die Limits bei der Größe des Hauses oder den Fähigkeiten der virtuellen Figuren aufheben.

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Virtueller Shop: hier kann der Spieler beispielsweise neues Inventar für sein Haus kaufen. Foto: EA


Kostenloser Spiele-Client

Electronic Arts hat bereits vor einigen Jahren mit eigenen Spielen versucht, am Online-Markt Fuß zu fassen. Nach eher mäßigen Erfolgen mussten einige Titel wie Battletech 3025 mittlerweile aber wieder eingestellt werden. Obwohl Die Sims Online bis heute durchgehalten hat, hat sich an dessen Weiterentwicklung seit 2003 nichts mehr getan. Ausschlaggebend hierfür war nicht zuletzt das eher bescheidene Interesse an dem Titel. Trotz des massiven Hypes wollten kaum Fans in die kostenpflichtige Onlinewelt der Sims eintauchen. Mit EA-Land soll sich das nun ändern. Wer sich der noch im Aufbau befindlichen virtuellen Welt anschließen will, muss dazu einen 1,5 Gigabyte großen Spiele-Client herunterladen. Außerdem wird ein Account benötigt, der kostenfrei erstellt werden kann.
Michael Friedrichs
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