Anzeige:
Mittwoch, 27.02.2008 16:31

Schulverweis nach Online-Beleidigung rechtens

aus dem Bereich Sonstiges
Als am Anfang des Monats das Landgericht Köln die Klage einer Lehrerin zurückgewiesen hatte, die sich gegen die öffentliche Benotung ihrer Leistungen wehren wollte, war der Jubel unter Deutschlands Schülern groß. Über Plattformen wie spickmich.de können sie nun weiterhin ihre Erzieher nach Kriterien wie "fachlich kompetent" bis zu "hat keinen Plan" oder von "gut vorbereitet" bis "schlecht vorbereitet" bewerten. Dennoch sollten ABC-Schützen bei der Pädagogenschelte Vorsicht walten lassen. Das erfuhr ein 13-Jähriger Schüler aus Velbert nun am eigenen Leibe.

Anzeige
Klage gegen Drohung

Heute tagte die 18. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf über den Fall eines jungen Gymnasiasten, der im Internet seine Lehrerin beleidigt haben soll. Das Gericht spricht von "außergewöhnlich entwürdigenden Äußerungen", die zu der Drohung der Schulleitung führten, den Jungen bei einem weiteren Fehltritt unverzüglich der Schule zu verweisen. Eine überzogene Reaktion, wie die Eltern des Schülers fanden und zogen gemeinsam mit ihrem Sohn vor Gericht.

Pubertät gilt nicht als Ausrede

Laut einer Meldung der Presseagentur DPA vertraten die Richter allerdings eher die Meinung, dass die Schulleitung noch zum milde reagiert haben soll. Ein direkter Schulverweis wäre "möglicherweise die einzig richtige Maßnahme gewesen", zitiert der Bericht den Vorsitzenden Richter Uwe Sievers. Auch die Entschuldigung der Eltern, dass der Junge seinerzeit Opfer der Pubertät war, ließen die Richter nicht gelten. Im Alter von 13 Jahren sei man "durchaus zurechnungsfähig".

Damit war der Prozess gelaufen, die Kosten des Verfahrens wurden den Eltern aufgebrummt - immerhin rund 5.000 Euro.
André Vatter
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Sonntag, 01.02.2015
Dobrindt: Erste Grundregeln für selbstfahrende Autos bis September
WinSIM, helloMobil und maXXim: Allnet-Flats und LTE-Tarife zum Sparpreis
Telekom will Datenspionage durch Ausbau innerdeutscher Verbindungen verhindern
Samstag, 31.01.2015
Bundesdatenschutzbeauftragte Voßhoff lehnt Vorratsspeicherung nun ab
Google Now zeigt jetzt Informationen aus Drittanbieter-Apps
Frequenzauktion: Bundesnetzagentur weicht Vergabekriterien auf
Media Markt und Saturn: Mit elektronischen Preisschildern gegen Amazon & Co?
Justizminister Maas fordert Korrektur der neuen Facebook-Regeln
"Spiegel": Cyberangriff auf Kanzleramt knapp drei Jahre unbemerkt
Freitag, 30.01.2015
Congstar senkt Preis für "Handytausch Option" auf 1 Euro pro Monat
DeutschlandSIM-Aktion: Allnet-Flat mit LTE für 12,95 Euro
Facebook ab sofort mit neuen Datenschutz-Regeln - Zweifel an Zulässigkeit
Vodafone startet neuen Prepaid-Tarif für 9,99 Euro
ADAC findet Sicherheitslücke in ConnectedDrive von BMW
Android-ROM: OnePlus kündigt OxygenOS an - Microsoft investiert in Cyanogen
Weitere News
Mobilfunk Provider
Neben den vier großen Netzbetreibern gibt es zahlreiche Mobilfunk Discounter Angebote - auch Billigmarken der Provider wie beispielsweise Simyo von E-Plus. Den Überblick zu behalten wird immer schwerer.
Dafür haben einige der Anbieter zusätzlich günstige Handys ohne Vertrag, vom Klapphandy bis hin zum Touchscreen Handy, im Angebot.
Internetanschluss
DSL Internetzugang mit High Speed, Internet Flatrate und wahlweise auch Telefonflatrate gesucht?
Jetzt prüfen ob vor Ort Vodafone VDSL, 1&1 VDSL oder Angebote anderer DSL-Anbieter verfügbar sind!
Wir haben eine Übersicht zu allen Angeboten inklusive Tarifrechner.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs