Mittwoch, 27.02.2008 15:00

Kabel Deutschland: mehr Umsatz, weniger Kunden

aus dem Bereich Breitband
Der größte deutsche Kabelnetzanbieter Kabel Deutschland blickt zufrieden auf seine nun vorgelegten Bilanzen für das letzte Quartal 2007 und die Neun-Monatszahlen von April bis Dezember 2007. Das Unternehmen spricht von einem Rekordjahr. Doch fast eine halbe Million Kunden kehrten Kabel Deutschland den Rücken.

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Premium-Dienste gefragt

Wachstum verzeichnete Kabel Deutschland vor allem mit den Premium Angeboten Digital TV, Internet und Telefon, die laut Unternehmensangaben mittlerweile von 20 Prozent der Kunden genutzt würden. Im letzten Quartal 2007 konnten mit 145.000 neuen Abonnements die höchsten Zuwächse im Internet- und Telefoniegeschäft in der Geschichte des Münchener Anbieters verzeichnet werden.

Das Unternehmen sieht aber noch enormes Wachstumspotential. Bis Ende 2009 sollen 90 Prozent der Kunden Triple-Play-Angebote bestellen können. Die Gesamtzahl der Kunden von Kabel Deutschland sank von 9,46 Millionen Ende 2006 auf 9,02 Millionen Ende Dezember 2007. Über alle Geschäftsbereiche konnte die Gesamtzahl der Abonnements von 2006 zu 2007 leicht um 0,71 Prozent auf 10,53 Millionen gesteigert werden. Bei diesen Zahlen ist ersichtlich, dass Kunden auch mehrere Abonnements abschließen können. Der monatliche Durchschnittsumsatz pro Kunde konnte binnen Jahresfrist von 8,39 Euro auf 9,37 Euro gesteigert werden. Dies ist ein Wachstum von 14,6 Prozent. Für das digitale Fernsehen konnte die Zahl der Abonnements von 929.000 im Vorjahr auf 1,6 Millionen ausgeweitet werden. Damit verbunden ging die Zahl der analogen Kabelanschlüsse um fast zehn Prozent zurück.

Umsatz wächst um zehn Prozent

Im letzen Quartal 2007 konnte ein Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 115,4 Millionen Euro erzielt werden. Ein Plus von 10,6 Prozent. Der Umsatz des Münchener Unternehmens stieg im letzten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 Prozent auf 301,28 Millionen Euro. Der Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2007/2008 wurde mit einem zu erwartenden EBITDA in Höhe von rund 440 bis 445 Millionen Euro bestätigt.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Adrian von Hammerstein, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Kabel Deutschland: "Wir gewinnen bei unseren Premium-Diensten zunehmend an Dynamik." Die Investitions- und Produktoffensive würde fortgesetzt werden. Die Gesamtinvestitionen für das Ende März 2008 endende Geschäftsjahr wurden auf rund 330 Millionen Euro prognostiziert.
Jörg Schamberg
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