Eine faszinierende, revolutionäre Vorstellung: Der Held eines Computerspiels wird direkt durch die Kraft der Gedanken des Spielers durch das Szenario gesteuert. Kein Joystick, keine Maus oder Tastatur sind mehr erforderlich. Alles läuft über einen neuartigen Helm mit mehreren Gehirnsensoren.
Verkaufsstart Ende 2008
Schneller als gedacht soll das Steuergerät bereits zu Weihnachten in den Verkaufsregalen stehen, wie die Zeitung "Die Welt" berichtet. Hersteller
Emotiv hatte die Kappe zur Auslesung von Hirnströmen auf der Game Developer Conference (GDC) vorgestellt und dort auch den baldigen Verkaufsstart angekündigt. Messebesucher, die den Helm ausprobierten, sollten sich einen Würfel auf dem Monitor wegwünschen, was reibungslos funktionierte.
Auslesen der Hirnströme
Kappe zur Gedankensteuerung.
Bild: emotiv.com
Der Hirnstromleser mit seinen verschiedenen Sensoren hat die schwierige Aufgabe, die unterschiedlichen Hirnströme auszuwerten, den richtigen auszuwählen und in Befehle umzusetzen. Emotiv hat es dabei offenbar technisch geschafft, die elektronischen Signale des Gehirns wahrzunehmen. "Sie werden an einen Signalprozessor weitergeleitet, der sie mit Hilfe mathematischer Modelle auswertet", erklärt der Emotiv-Chef Nam Do.
Die Spieleindustrie ist von dem schnellen technischen Durchbruch überrascht. Dabei sollen Computerspiele die Hauptanwendung für den Gedankenleser werden. Spiele-Hersteller Electronic Arts könnte sich zumindest laut "Die Welt" mit der Idee anfreunden. Electronic Arts Sprecher Martin Lober sieht darin eine "sehr interessante Möglichkeit, die sicherlich in Zukunft Anwendung finden wird".
Der Preis für das neue Hightech-Gerät ist bereits bekannt und soll 299 US-Dollar betragen. Für einen Durchbruch im breiten Markt fehlen dann nur noch entsprechend optimierte Spiele.