Nachdem nun endgültig klar ist, dass sich die HD DVD gegenüber der Blu-ray-Disc
geschlagen geben muss, wagt das Marktforschungsunternehmen In-Stat einen Ausblick in die Zukunft. Trotz des jüngsten Erfolges sieht In-Stat für die kommenden Jahre keine Alleinherrschaft der blauen Scheiben.
Keine neuen Verkaufsrekorde
Zwar wird angenommen, dass die Verkaufszahlen der entsprechenden Player in den kommenden Jahren in die Millionen gehen werden, aber dennoch niemals die Absätze von herkömmlichen DVD-Playern erreichen können. Bei diesen Angaben sind Blu-ray-fähige Spielkonsolen aber nicht eingerechnet. Der Wegfall der günstigeren HD DVD wird sich laut In-Stat negativ im Preis niederschlagen. Bis spätestens Weihnachten dieses Jahres werde sich der Preis bei vorläufig 249 US-Dollar einpendeln – für viele einfach noch zu teuer. Ein weiterer Knackpunkt, an dem sich die Industrie die Zähne ausbeißt: Viele Kunden besitzen zwar ein HD-taugliches Fernsehgerät, sind aber mit der DVD zufrieden und nicht bereit Unsummen für ein besseres Bild hinzublättern. Laut In-Stat haben die Unternehmen noch einen langen Weg vor sich und könnten die Konsumenten nur mit exklusiven, interaktiven Features auf der Blu-ray-Disc zu einem Wechsel überzeugen.
Video-On-Demand als Konkurrenz
Ein weiteres Problem sieht In-Stat in dem langen Zeitraum bis zum endgültigen Durchbruch der Blu-ray-Technologie: In den kommenden Jahren wird der Anteil von HD-Inhalten bei Video-On-Demand-Systemen rapide ansteigen, in Kombination mit schneller werdenden Breitbandanschlüssen könnten Abspielgeräte für optische Speichermedien immer mehr an Bedeutung verlieren.
Marcel Petritz