Baden-Württembergs Kabelnetzbetreiber
Kabel BW hat das Geschäftsjahr 2007 mit einem deutlichen Plus an Breitaband-Internet-Kunden abgeschlossen. Wie der Konzern am Freitag bekannt gab, hat sich die Zahl der CleverKabel-Kunden zwischen Ende 2006 und Ende 2007 von 116.000 auf 240.000 mehr als verdoppelt. Insbesondere in diesem Segment möchte Kabel BW auch 2008 weiter wachsen.
Ausbau geht weiter
Rund 150 Millionen Euro sollen im laufenden Jahr investiert werden, um über 3,4 Millionen Haushalte im Südwesten Deutschlands schnelle Internet-Zugänge anbieten zu können. Ende 2007 konnten bereits knapp 3,2 Millionen Kunden auf die CleverKabel-Produkte zugreifen. Der Fokus des Ausbauplans liege auf schwer zu erreichenden, ländlichen Gebieten. "Auch wenn in diesen Gebieten die Investitionen für uns sehr hoch sind, wollen wir erreichen, dass auch kleine Städte und Gemeinden schnelles und preiswertes Internet erhalten", sagte Kabel BW-Chef Klaus Thiemann.
Leistung rauf, Preise konstant
Ab April sollen die CleverKabel-Kunden zum gleichen Preis noch schneller im Internet surfen können. Im Einsteiger-Tarif sind statt vier Megabit pro Sekunde (Mbit/s) künftig sechs Mbit/s im Downstream nutzbar. Die Bandbreite im mittleren Paket steigt von zehn auf 16 Mbit/s und Leistungshungrige können im Premium-Paket mit bis zu 32 Mbit/s im Internet surfen. Bisher waren per
DSL Kabel 25 Mbit/s möglich.
Außerdem wird es ab April möglich sein,
ISDN-Funktionalitäten im Kabelnetz zu nutzen. Dann soll es möglich werden, bis zu sechs ISDN-Endgeräte in den CleverKabel-Paketen zu nutzen - für fünf Euro Aufpreis im Monat. Gleichzeitig werden zwei International-Festnetz-Flatrates für
14,90 Euro beziehungsweise
24,90 Euro extra im Monat eingeführt.
Doch nicht nur auf der Produktschiene verlief das Geschäftsjahr für Kabel BW erfolgreich. Auch finanziell konnte der Netzbetreiber deutlich zulegen. Der Umsatz stieg nach vorläufigen Zahlen von 289 Euro im Jahr 2006 auf 371 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 15 Prozent auf 146 Millionen Euro.