Amerikaner und Russen waren bereits auf dem Mond. Doch Suchmaschinenbetreiber Google möchte die Eroberung des Erdtrabanten auch durch private Unternehmen vorantreiben. Für den im September 2007 ausgelobten
Lunar X Prize haben sich bereits zehn private Teams angemeldet.
30 Millionen US-Dollar locken
Ziel des Wettrennens zum Mond ist der Bau eines Robotergefährtes, das auf dem Mond platziert werden muss. Dort soll es nicht nur sicher landen, sondern nach Möglichkeit auch Daten zur Erde senden und sich bis zu 500 Meter weit über die Mondoberfläche bewegen. Bis zu 30 Millionen US-Dollar (20,2 Millionen Euro) verteilt auf drei Preise können die Sieger einstreichen. Im kalifornischen Hauptquartier von Google stellte Peter H. Diamandis, Vorsitzender der in diesem Projekt federführenden Stiftung "X Prize Foundation", die ersten zehn komplett registrierten Teams vor. Die Resonanz auf die seit rund sechs Monaten laufende Ausschreibung sei laut Diamandis enorm. Bisher hätten sich über 560 Interessierte aus 53 Ländern gemeldet. Diamandis geht davon aus, dass die Besatzungen interessantere Ansätze für die Reise zum Mond entwickeln werden als die der staatlichen Raumfahrtorganisationen.
Bisher kein deutsches Team
Rennen zum Mond.
Bild: googlelunarxprize.org
Unter den bisherigen zehn Mannschaften, die die Registrierungsprozedur komplett durchlaufen haben, finden sich Unternehmen und Universitäten unter anderem aus den USA, Großbritannien, Italien und Rumänien. Eine deutsche Vertretung ist bisher noch nicht an den Start gegangen. Einige der Teilnehmer haben bereits lange Erfahrung mit Weltraumprojekten und ein Team hatte schon bei dem "Ansari X Prize"-Projekt teilgenommen. Im Jahr 2004 wurden für den ersten privaten und bemannten Weltraumflug zehn Millionen US-Dollar ausgezahlt. Die Mannschaft Frednet setzt auf Open Source und will Linux für die Weltraumforschung nutzen. Bei den jetzigen zehn Gruppen wird es sicher nicht bleiben, da die hohe Zahl an Interessenten sicher noch mehr Crews hervorbringen wird.
Die Gewinnsumme könnte sich noch erhöhen, da weitere Sponsoren zur Partnerschaft überzeugt werden sollen. So verkündete die "X Prize Foundation", dass Space Florida als erster bevorzugter Partner für das Mondrennen gewonnen werden konnte. Space Floria verspricht zusätzliche zwei Millionen US-Dollar für den Sieger des Wettbewerbs, wenn der Start zum Mond von Florida aus erfolgt.
Das Wettrennen zum Mond muss bis Ende Dezember 2014 entschieden sein, da der Wettbewerb ansonsten beendet wird.