Totgesagte leben länger: Eigentlich sollte der traditionsreiche Netscape Navigator zum 1. Februar
eingestellt werden. Der ehemalige Marktführer erhält jetzt das Gnadenbrot: Die AOL-Tochter hat den Support bis 1. März verlängert. Die neue und wohl letzte Version 9.0.0.6 steht
für Windows, Linux und Mac OS X zur Verfügung.
Behandelt werden darin die gleichen
Sicherheitslücken die schon zur Version 2.0.0.12 des Mozilla Firefox geführt haben. Anlass zum Update gaben kritische Fehler, die es ermöglichen, JavaScript mit den höchstmöglichen Rechten auszuführen, heißt es.
Drei Lecks im Norweger entdeckt
Auch die Opera-Macher haben an ihrem Produkt gefeilt: Die
Version 9.26 für Windows, Mac OS, Linux, FreeBSD und Solaris schließt drei Sicherheitslecks.
Eines kann zum Hochladen falscher Dateien über Dialogboxen führen. Leck Nummer zwei gilt als gefährlich und erlaubt einem Angreifer, über die Eigenschaften eines Bildes Script-Code auszuführen. Die dritte Lücke ermöglicht das Übertragen von Skriptcode beim Importieren von XML in ein Dokument (Näheres dazu im
Changelog).
In der Mac-Ausführung soll RealPlayer im Browser jetzt wieder reibungslos funktionieren. Auf Leopard-Systemen startet der norwegische Browser trotz FileVault-Aktivierung.
Dorothee Monreal