Nach vielem
Hin und Her will sich DSL- und Mobilfunkanbieter
freenet nun endgültig von seinem DSL-Geschäft trennen. Wie onlinekosten.de bereits
berichtete, denkt freenet-Vorstandschef Eckhard Spoerr unter anderem über eine Neuausrichtung von freenet als Medienunternehmen mit Internetportalen nach.
Gespräche gestartet
Gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erklärte eine freenet-Sprecherin, dass bereits erste Gespräche mit Kaufinteressenten geführt würden. Dabei ließ sie jedoch offen, um welche Interessenten es sich dabei handelt. In den letzten Monaten hatte vor allem
United Internet öffentlich mit einem Kauf der DSL-Sparte von freenet geliebäugelt. Der Verkaufserlös soll an die freenet-Aktionäre ausgeschüttet werden.
Mobiles Internet und Inhalte als neue Strategie
Der zuletzt nur
langsam wachsende DSL-Bereich ist bei den Zukunftsplanungen von freenet nicht mehr eingeplant, da man sich nun vor allem auf das boomende mobile Internet und das Anbieten von Inhalten auf diversen Internetportalen konzentrieren wolle. "Zum Ausbau dieser Geschäfte brauchen wir nicht zwingend ein eigenes DSL-Geschäft", erläutert freenet-Vorstandschef Spoerr. Zur Stützung des freenet-Aktienkurses kündigte Spoerr auch Aktienrückkäufe an.
Nach diesen Ankündigungen verzeichnete die Aktie des Büdelsdorfer Unternehmens einen Kurssprung von zeitweise bis zu 14 Prozent. Am 3. März wird freenet seine Bilanz vorlegen. Spoerr war mit dem Geschäft im Jahr 2007 zufrieden. Freenet konnte nach Angaben Spoerrs einen Vorsteuergewinn von rund 160 Millionen Euro erzielen.
Jörg Schamberg