Die mobile Internetnutzung mit einem Notebook im Ausland, insbesondere außerhalb der Grenzen Europas, ist nicht ganz unproblematisch und stößt häufig wegen unterschiedlicher Funkstandards an technische Grenzen. Hardware-Hersteller Hewlett-Packard (HP) möchte Geschäftskunden noch in diesem Jahr eine komfortable Möglichkeit bieten, weltweit mit entsprechend ausgestatteten Business-HP-Notebooks online zu gehen.
Chip nutzt alle Funkstandards
Möglich macht dies der Gobi genannte Chip des amerikanischen Halbleiterherstellers Qualcomm. Internetzugang und schnelle Datenübertragen sind einerseits über
UMTS und
HSPA möglich als auch über den Standard CDMA2000 EV-DO, der vor allem in Amerika, Asien und Australien verbreitet ist. Das Datenroaming soll dadurch erleichtert werden, denn die Kunden sollen sich mit ihrem Notebook nun auch über ausländische Mobilfunkanbieter ins Netz einklinken können. Laut HP sei die Gobi-Technologie ein Zukunftstrend im Notebook-Bereich.
Mobilfunkanbieter interessiert an Gobi
Mobilfunknetzanbieter wie
Vodafone zeigen sich bereits interessiert an Gobi. Nach Angaben von HP gebe es derzeit Verhandlungen mit Vodafone und Qualcomm, um Vodafone-Kunden demnächst mit ihren Notebooks 3G-Verbindungen zu ermöglichen. Gobi besteht aus einem Qualcomm MDM 1000 Chipsatz, entsprechender Software und einer API-Schnittstelle für die Softwareübertragung auf das Notebook. Ein konfigurierbares Datenmodul enthält die Informationen über die Funkstandards. Unterstützt wird auch bereits EV-DO Rev. A, der Nachfolgestandard von CDMA2000 EV-DO.
Jörg Schamberg