Der Internetkonzern Yahoo hat einem Pressebericht zufolge die Abfindungen für seine Mitarbeiter im Fall von Entlassungen um ein Drittel erhöht. Damit wolle das Unternehmen eine mögliche Übernahme durch den Softwareriesen Microsoft noch teurer machen, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag auf seiner Website.
Keine Äußerung
Dies habe Yahoo-Chef Jerry Yang seinen Mitarbeitern in einer E-Mail angekündigt. Yahoo wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht dazu äußern. Derlei Aktionen sind in den USA aber üblich, wenn Unternehmen vor einer Übernahme stehen. Zuvor hatte bereits die "New York Times" berichtet, Microsoft plane, den Vorstand von Yahoo abzulösen, falls sich dieser weiter einer Übernahme durch den Konzern aus Redmond widersetze.
Microsoft plant Putsch
Microsoft werde in diesem Fall versuchen, auf der Hauptversammlung von Yahoo im Juni, auf der der Vorstand neu gewählt werden muss, eigene Kandidaten durchzusetzen. Microsoft hatte Anfang Februar ein Angebot von 44,6 Milliarden US-Dollar (rund 30 Milliarden Euro) vorgelegt, um Yahoo zu übernehmen. Der Yahoo-Vorstand hatte das Angebot von Microsoft als zu niedrig abgelehnt. Microsoft strebt mit der Offerte eine stärkere Position im Internetgeschäft in Konkurrenz zu Google an.
Aleksandra Leon
/ afp