Auf der diesjährigen Cebit will das Berliner Fraunhofer Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) mit dem Projekt ReMIND ein neues Intrusion Detection System (IDS) zur Abwehr von Malware präsentieren. Würmer und andere Malware sollen keine Chance mehr haben.
Verzicht auf Signaturlisten
Das von FIRST entwickelte System entdeckt Eindringlinge nicht auf der Basis von Signaturlisten, sondern mithilfe von Anomalieerkennungs-Algorithmen. Angreifende Schädlingssoftware folgt bestimmten Mustern und ist mit Algorithmen berechenbar. So lassen sich auch unbekannte, neue Viren, Würmer und Trojaner enttarnen. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Schutzprogrammen ist, dass keine zeitliche Verzögerung bei der Schädlingsbekämpfung auftritt. Updates für Virensignaturlisten liegen oft erst mit erheblicher Verspätung vor. Ohne aktuelle Signatur kann ein Schädling ohne Probleme in ein System eindringen und dort Schaden anrichten.
Härtetest am Messestand
Am Cebit-Messestand will FIRST das neue IDS einem Härtetest aussetzen. Besucher können alle möglichen Arten von Schädlingen auf ein Testsystem schleusen und versuchen, das System auszutricksen. Beliebiger Code kann auf einem Webserver ausgeführt werden. Laut Fraunhofer Institut wird das ReMIND-System jeden Angriff sicher abwehren.
Effiziente Schutzprogramme für Computersysteme werden immer wichtiger. Im Jahr 2007 wurden laut Fraunhofer Institut rund 5,5 Millionen neue Computerschädlinge gezählt. Wir haben gängige Schutzsoftware in einem
Ratgeber zusammengefasst.
Jörg Schamberg