Bis zum Schluss hatte Toshiba beharrlich an der HD-DVD festgehalten und wollte sich im Formatstreit mit Blu-Ray von Sony
nicht geschlagen geben. Laut Sony wurden im Jahr 2007
doppelt so viele Blu Rays-Disc wie HD-DVDs verkauft. Nun hat Toshiba auf einer Pressekonferenz offiziell das Ende für die HD-DVD bekanntgegeben.
Markt arbeitete gegen Toshiba
Nach sorgfältiger Betrachtung der gesamten Firmenstrategie für das HD-DVD-Format habe Toshiba nun entschieden, keine weiteren HD-DVD-Player und Recorder mehr zu entwickeln und zu produzieren. Getroffen wurde diese Entscheidung aufgrund der Entwicklungen auf dem Markt, die zu Ungunsten Toshibas ausgefallen waren. Selbst erhebliche
Preissenkungen für HD-DVD-Player konnten den Abwärtstrend nicht stoppen. Wichtige Marktteilnehmer hatten sich auf die Seite von Blu-Ray geschlagen. Toshiba betonte aber, dass das Unternehmen allen Käufern von HD-DVD Produkten auch in Zukunft vollen Kundensupport leisten werde.
Toshiba bleibt bei Zukunftstechnologien engagiert
Laut Toshiba würde die nun getroffene, schnelle Entscheidung der Entwicklung des Marktes helfen. Damit hat sich das japanische Unternehmen gegen die Fortführung des heftig geführten Formatkrieges mit Sony entschieden. Atsutoshi Nishida, Geschäftsführer von Toshiba, zeigte sich enttäuscht, doch man werde sich weiter im Markt für hochauflösende Produkte engagieren. Bei Techniken wie Flash Speicher, kleinformatige Festplatten, Prozessoren der nächsten Generation oder kabellosen Produkten werde Toshiba die Entwicklung vorantreiben. Bis Ende März wird die Belieferung von Großhändlern mit HD-DVD Playern komplett eingestellt werden. Auch die Produktion von HD-DVD Computerspielen wird im gleichen Zeitraum eingestellt.
Auf die Produktion von herkömmlichen DVDs habe die nun getroffene Entscheidung keinen Einfluss. Das Unternehmen werde auch mit den großen Filmstudios wie Universal Studios, Paramount Pictures und DreamWorks sowie Herstellern von Unterhaltungssoftware weiter kooperieren.