Der Sturm der
Entrüstung über die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des
sozialen Netzwerkes StudiVZ hatte sich gerade gelegt, als der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) dem Studentennetzwerk eine Abmahnung geschickt hatte. Marcus Riecke, Geschäftsführer von StudiVZ, äußerte sich in einem Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" über die Zukunftsplanungen für die VZ-Communities.
Datenschutz wird eingehalten
Verärgert zeigte sich Riecke über Medienberichte, in denen fälschlich geschrieben wurde, dass StudiVZ Userdaten verkaufen wolle. Die AGB seien zu 100 Prozent datenschutzkonform. Auch gebe es keine Werbebelästigung per SMS oder Telefon. Der Fehler von StudiVZ sei es gewesen, die E-Mail mit der Information über die Einführung von neuen Geschäftsbedingungen kommentarlos an die StudiVZ-User verschickt zu haben. Die Abmahnung der Verbraucherzentrale mit dem Vorwurf von intranspartenten AGB werde derzeit von den StudiVZ-Juristen geprüft.
Derzeit lägen noch keine abschließenden Zahlen darüber vor, wieviele Nutzer sich wegen der Datenschutzdiskussion abgemeldet hätten. Riecke zeigte sich aber zufrieden mit dem Wachstum von StudiVZ, dass nun wieder täglich im fünfstelligen Bereich wachse. 95 Prozent der neuen User würden den neuen AGB zustimmen. Das Geschäft läuft mittlerweile so gut, dass StudiZV seit Jahresanfang 2008 schwarze Zahlen schreibt. Die neue personalisierte Werbung würde von den Usern angenommen und führe teils zu 300 Prozent höheren Klickraten.
Keine Angst vor deutschem Facebook
Der StudiVZ-Geschäftsführer blickt dem Start des amerikanischen Freundesnetzwerkes
Facebook auf dem deutschen Markt ohne Furcht entgegen.