Empfindsame Zeitgenossen seien gewarnt. Die auf dem englischsprachigen Internetportal
visiblebody.com gezeigten Modelle sind zwar nur computergeneriert, aber dennoch sehr detailreich. Und sie bieten teilweise einen recht gruseligen Eindruck. Die Ausstellung des Künstlers Gunther von Hagen mit Plastilinmodellen von Toten lässt grüßen. Nicht nur für Medizinstudenten ergeben sich aber interessante Einblicke, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen.
Körperwelten in 3D
Nach kostenloser Registrierung und Installation eines ActiveX-Steuerelements für die 3D-Darstellung, kann man sich mit Betätigen des "Launch Visible Body"-Buttons auf dem Internetportal auf Erkundungstour machen. Unterstützt wird allerdings nur der Internet Explorer. Zudem ist die Seite komplett in englischer Sprache gehalten.
Die Systemanforderungen für die grafische Darstellung im Browser sind nicht gerade gering. Ein Pentium 3 Prozessor mit einer Leistung von einem Gigahertz, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und eine 3D-fähige Grafikkarte sind die Mindestvoraussetzungen für den Start der Web-Anwendung. Beim ersten Aufruf werden im Hintergrund die benötigten Daten geladen, die bei späteren Besuchen direkt zur Verfügung stehen sollen.

Gruselige Körperansichten.
Bild: visiblebody.com
Jedes Detail kann angeschaut werden
Da sich visiblebody noch in der Betaphase befindet, sind technische Probleme nicht ganz ausgeschlossen. Ist die Technik erst mal gemeistert, so kann nahezu jedes Detail des Körpers herangezoomt und angeschaut werden. Im Moment steht erst ein weibliches Körpermodell zur Verfügung und lässt sich über ein Navigationsmenü in die gewünschte Position drehen. An einem männlichen Modell wird jedoch laut Angaben der Portalbetreiber gearbeitet. Mit Hilfe einer Suchfunktion können einzelne Körperbestandteile angezeigt werden. Bei der Suche nach "Heart" etwa erscheint eine detaillierte Darstellung des menschlichen Herzens.
Laut visiblebody soll es sich bei dem Portal um die genaueste und interaktivste Darstellung des menschlichen Körpers handeln. Geeignet ist die Seite auch für die Nutzung durch Schulklassen. Wie es sich für Amerikaner gehört wird auch darauf hingewiesen, dass ein Modell in Entwicklung ist, dass auch für jüngere Kinder geeignet sein soll. Nackte Haut und Geschlechtsteile werden dabei ausgeblendet.

Surftour durch den Körper.
Bild: visiblebody.com
Jörg Schamberg