Noch offen ist, welches Verschlüsselungssystem
Premiere in Zukunft einsetzen wird. Der geplante Wechsel der
Verschlüsselungstechnik soll bis Ende des dritten Quartals dieses Jahres abgeschlossen sein und sei für Premiere mit keinen Mehrkosten verbunden. Bei den meisten Premiere-Kunden reiche es aus, die aktuelle Smartcard durch die von Premiere kostenlos neu zur Verfügung gestellte Karte für den Digitalreceiver auszutauschen.
Gewinn für 2008 erwartet
Für das laufende Jahr geht die Führungsriege des Pay-TV-Senders davon aus, einen Nettogewinn zu erwirtschaften. Das soll unter anderem durch höhere Umsätze erreicht werden. So wolle man nicht nur mehr Kunden für die Satellitenplattform Premiere Star gewinnen, sondern auch möglichst viele Bundesliga-Resale-Kunden von arena für ein Direktabo von Premiere begeistern. Derzeit stehen noch rund 627.000 Resale-Kunden bei arena unter Vertrag, die Premiere pro Monat nur etwa neun Euro bringen. Direktkunden würden hingegen 20 bis 30 Euro Umsatz im Monat bedeuten.
In Bezug auf die nahenden TV-Rechteverhandlungen für die Übertragungen der Fußball-Bundesliga äußerte sich Börnicke zuversichtlich, mit der DFL auch in Zukunft langfristig weiterarbeiten zu können. Die monatlichen
Abo-Gebühren für ein Bundesliga-Abo sollen sich jedoch auch in Zukunft nicht erhöhen. "Die Bundesliga muss bezahlbar bleiben, darf aber nicht wie bei arena verschenkt werden", sagte der Premiere-Chef. Aktuell hat Premiere 1,6 Millionen Kunden, die ein Bundesliga-Abo nutzen, davon etwa eine Millionen Direkt-Kunden.
Hayo Lücke