Der Pay-TV-Sender
Premiere hat nicht nur mit
roten Zahlen, sondern auch massiv mit TV-Piraterie zu kämpfen. Unternehmenschef Michael Börnicke hat den Schwarzsehern allerdings den Kampf angesagt und eine Umstellung des Verschlüsselungssystems angekündigt. "Piraterie ist Bankraub ohne Geiselnahme", sagte Börnicke am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.
"Das nervt!"
Weiter führte Börnicke aus, dass Premiere alle Maßnahmen ergreife, um den illegalen Zugriff auf die Premiere-Programme zu unterbinden. Der illegale Gebrauch der modifizierten Receiver sei illegal und werde von Premiere auch juristisch verfolgt. Das ganze Thema nerve sehr und sei alles andere als ein Kavaliersdelikt.
Börnicke äußerte sich auch zu dem Schaden, der durch die neu eingeführten Schwarz-Seher Receiver entstanden sei. Premiere gehe davon aus, dass seit November vergangenen Jahres rund 400.000 Receiver chinesischer Herkunft in den Markt gebracht worden seien. Dadurch sei das Nettowachstum im vierten Quartal 2007 um etwa 50.000 Neukunden geringer ausgefallen, als prognostiziert wurde.