Eigentlich ist es ein Tag wie jeder andere im
Skype-Hauptquartier in London. Nach den Aufregungen der vergangenen Wochen, in denen Berichte über gravierende Sicherheitsmängel in dem
VoIP-Client bekannt wurden, hat sich der Rauch gelegt. In letzter Minute hatte man mit einer
neuen Version des Programms die Fehler behoben. Dennoch ist etwas anders, denn man feiert ein Jubiläum der ungewöhnlichen Sorte. Denn wie die Betreiber am Donnerstag
mitteilten, summieren sich die bisherigen und gegenseitigen Anrufe aller Skype-Nutzer auf 100 Milliarden Minuten Gesprächszeit.
Täglich neue Mitglieder
In dem Blog zeigte sich Skype-Mitarbeiter Villu Arak über die Ziffernfolge mit elf Nullen selbst überrascht: "Die Zahl ist so unvorstellbar groß, dass es fast unmöglich ist, sie in meinen Kopf zu bekommen." Dabei befindet sich Skype schon seit seinem Start auf Erfolgskurs. Bereits zwei Jahre nach der Gründung im Spätsommer 2003 kaufte das Auktionshaus eBay den VoIP-Anbieter für mehr als drei Milliarden US-Dollar. Seitdem steigen die Nutzerzahlen täglich: Ende vergangenen Jahres verzeichneten die Betreiber rund 276 Millionen registrierte Mitglieder, alleine im vierten Quartal seien 30 Millionen neu hinzugekommen.
"Es ist klar, dass bei 100 Milliarden vertelefonierten Minuten die Skype-Gespräche ein wenig aus dem Ruder laufen. Das meine ich in einem positiven Sinne", wendet sich Arak an die Nutzer. "Danke, dass ihr uns dorthin geholfen habt, wo wir heute stehen."