Donnerstag, 14.02.2008 10:53

Schwarzseher versalzen Premiere das Ergebnis

aus dem Bereich Sonstiges
Im gesamten Geschäftsjahr 2007 machte Premiere einen Umsatz in Höhe von 984,5 Millionen Euro. Das waren knapp sieben Prozent weniger als noch 2006. Hier machte Premiere Konkurrenz des bis Mitte 2007 aktiven Konkurrenten arena schwer zu schaffen. Premiere musste seine Preise senken, weil die Fußball Bundesliga nicht mehr exklusiver Bestandteil im Hause des Münchner Senders war. Entsprechend sackte 2007 insbesondere der Umsatz im Programm-Bereich um fast 16 Prozent auf 755,2 Millionen Euro ein. Die operativen Kosten lagen 2007 gut zehn Prozent unter jenen des Jahres 2006 und betrugen 901,2 Millionen Euro.

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Dickes Minus

Das Gesamtergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr fällt versalzen aus. Zwar konnte Premiere die Verluste deutlich reduzieren, trotzdem musste unter dem Strich ein Verlust von 51,6 Millionen Euro verzeichnet werden. Zum Vergleich: 2006 hatte Premiere noch einen Verlust von 161,5 Millionen Euro gemacht. Für das laufende Jahr mochte Premiere noch keine Prognose abgeben, da noch unklar ist, ob der Sender über das Jahr 2009 hinaus die Fußball Bundesliga zeigen können wird.

Premiere will auf alle Ausschreibungen Gebote abgeben

Die Rechte an den Fußballübertragungen sind für Premiere sehr wichtig und können großen Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung nehmen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Vermarktungsagentur Sirus werden voraussichtlich im April des laufenden Jahres mit der Ausschreibung der neuen TV-Rechte beginnen. Premiere ist nach eigenen Angaben offen für mehrere Modelle, legt aber eine klare Präferenz auf eine stärkere Exklusivität an Samstagen. Wie es heißt, will Premiere für jedes angemessene Szenario ein Gebot abgeben. Die Höhe der Gebote hänge vom jeweiligen Exklusivitätsgrad ab. Den von DFL und Sirus geplanten Zwang, ein fertiges Programm zu kaufen, lehnt Premiere ab. Der Zuschauer habe ein Recht auf eine unabhängige Berichterstattung.

An der Börse wurde das negative Ergebnis mit einem deutlichen Kursverlust bestraft. Der Kurs der Premiere-Aktie rutschte am Morgen um rund zwei Prozent in den Keller und notierte teilweise bei nur noch 12,50 Euro. Bis zum Spätnachmittag stieg der Kurs auf 13,30 Euro und lag gut zwei Prozent im Plus.
Hayo Lücke
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