Seit 2005 sammelt die
Internet-Beschwerdestelle Hinweise aus der Bevölkerung und leitet sie an entsprechende Organisationen und Behörden weiter. Konkret geht es um
anstößige bis illegale Inhalte, die im Netz, in Spam-Mails, Tauschbörsen, Chats oder Newsgroups auftauchen. Nicht selten handelt es sich dabei um kinderpornografisches Material.
"Kindervermittlung" per Mail
Tatsächlich sei das Problem immer stärker in den Mittelpunkt der Arbeit gerückt, erklärten die Betreiber, der eco Verband und der Verein der Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Dienstanbieter (FSM), heute in Köln. Im Vergleich zum Jahr 2006 seien drei Prozent mehr Beschwerden zu kinderpornografischen Inhalten bearbeitet worden. Rund sieben Prozent mehr dieser Hinweise seien daraufhin an polizeiliche Behörden weitergeleitet worden. Einen alarmierenden Anstieg um 30 Prozent verzeichnete man vor allem bei Spam-Mails, in denen Kinder zur "Vermittlung" angeboten wurden.
Das Netzwerk ausgebaut
"Die Entwicklung der Beschwerdestellenarbeit in den vergangenen drei Jahren zeigt, dass die Nutzer die Einrichtung verstärkt wahrnehmen und kontaktieren. Gerade beim Thema Kinderpornographie sind wir auch auf die Nutzer angewiesen, um derartige Inhalte aus dem Netz zu verbannen. Die Kooperation mit allen relevanten Institutionen in Deutschland und Europa ist dabei unerlässlich, um erfolgreich zu sein", sagt FSM-Geschäftsführerin Sabine Frank. Dazu hatte die Beschwerdestelle bereits im vergangenen Jahr ihr Netzwerk erweitert und arbeitet seitdem eng mit dem Bundeskriminalamt, der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und dem Online-Angebot jugendschutz.net zusammen.
André Vatter