Symantec, Hersteller von Sicherheitssoftware, hat in einer weltweiten
Erhebung die Online-Aktivitäten der Menschen im Alltag unter die Lupe genommen. Dazu wurden Computernutzer in acht Ländern in Amerika, Asien, Australien und Europa befragt. Einige Überraschungen kamen beim "Norton Living Report" ans Tageslicht.
Chinesen sehr aktiv
Gefragt wurden die Menschen zu den unterschiedlichsten Bereichen wie Online-Shopping und -Banking, Sicherheitsmaßnahmen und Online-Kommunikation. Die Japaner können sich demnach zwar schnell für neueste Techniken begeistern, doch im Internet halten sie sich sehr zurück. Japan landete in der Erhebung meist auf den hinteren Plätzen. Stattdessen finden sich Chinesen und Brasilianer ganz vorne bei virtuellen Tätigkeiten im Netz.
Deutsche eifrige Online-Leser
Laut dem Norton Report finden sich die Deutschen in vielen Bereichen im Mittelfeld wieder. Es zeigt sich jedoch, dass sie etwas schreibfaul sind. Als
Blogger betätigen sich hierzulande nur rund 13 Prozent, im Nachbarland Frankreich sind es 18 Prozent. In Brasilien können sich dagegen 44 Prozent und in China sogar 86 Prozent für das Gestalten eigener Blogs begeistern. Auch bei Musik-Downloads und Video-Sharing gehen Deutsche eher noch zögerlich vor. Dieses Ergebnis widerspricht
anderen Studien, die Deutschland bei der Nutzung von Musikdownloads auf Platz zwei sehen. Dafür zeigen sich deutsche Internetnutzer, insbesondere Jugendliche, als eifrige Leser von Online-Nachrichten. Amerikanische, britische und australische Jugendliche können Nachrichten im Netz dagegen nur wenig abgewinnen. An gelegentlichem
Online-Shopping finden hohe 93 Prozent der Deutschen Gefallen.
Kinder allein im Netz
Relativ sorglos geben sich deutsche Eltern, wenn ihre Kinder sich im weltweiten Netz tummeln. Nur 23 Prozent der deutschen Eltern nutzen eine spezielle
Software, um die Internetnutzung ihrer Sprösslinge zu beschränken. Durch die mangelnde Kontrolle, die in anderen Ländern erheblich stärker ist, wissen deutsche Eltern oft nicht, was die lieben Kleinen online treiben oder was ihnen im Netz so begegnet: Nur neun Prozent der Eltern denken, dass ihre Kinder schon einmal mit Annäherungsversuchen von dubiosen Unbekannten konfrontiert waren. 24 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen gaben dagegen an, dass ihnen so etwas schon einmal im Netz passiert sei.