Nachdem bereits die amerikanische eBay-Zentrale Änderungen der Gebührenstruktur
angekündigt hat, folgt nun auch eBay Deutschland. Private Verkäufer auf der Online-Auktionsplattform
eBay müssen künftig bei einfachen Angeboten keine Gebühren mehr zahlen. Zudem wird die Internetseite ab dem 20. Februar nicht mehr zuerst die ablaufenden Auktionen anzeigen, sondern besonders günstige oder oft angeklickte Produkte sowie die Angebote gut bewerteter Händler, kündigte eBay Deutschland am Montag in Berlin an.
Ein-Euro Auktionen umsonst
Durch die Neuerungen wolle sich das Unternehmen stärker an den Bedürfnissen der Kunden orientieren, sagte der Deutschland-Chef von eBay, Stefan Groß-Selbeck. Geändert wird auch das Bewertungssystem für Käufer und Verkäufer: Verkäufer dürfen voraussichtlich ab Juni keine negativen Bewertungen über Käufer mehr abgeben.
Zentrale Neuerung der eBay-Reform ist das unterschiedliches Gebührensystem für private und gewerbliche Verkäufer: Ab dem 20. Februar könnten Privatverkäufer Angebote mit dem Startpreis von einem Euro inklusive einem Galeriebild umsonst einstellen, sagte Patrick Boos, Geschäftsführer im Bereich Auktion. Wer nach einem Artikel sucht, bekommt zudem nicht mehr zuerst die auslaufenden Versteigerungen zu sehen, sondern günstige Artikel sowie die Angebote gut benoteter Händler.
Belohnung für gute Verkäufer
Zudem werden für private wie gewerbliche Verkäufer die Gebühren verstärkt an den erzielten Erlös gekoppelt. Besonders gewerbliche Verkäufer sollten dadurch weniger Risiko bei der Kalkulation haben, betonte Boos. Zudem will eBay künftig Vielverkäufer mit guten Bewertungen durch eine Reduzierung der Verkaufsprovision um bis zu 36 Prozent stärken. "Das ist eine Belohnung für unsere guten und besten Verkäufer", sagte Boos.