Das sind schlechte Nachrichten für Breitbandlose in der Alpenrepublik. Wie der ORF aus Unternehmenskreisen der Telekom Austria erfuhr, hat der österreichische Marktführer sämtliche Ambitionen in Sachen Drahtlosinternet aufgegeben. Man habe die Nutzungsrechte nun "zurückgegeben", zitiert der ORF einen Unternehmenssprecher.
150.000 Euro für nichts?
Die Telekom Austria hatte vor vier Jahren bei der Versteigerung der
WiMAX-Frequenzen ein Gebot in Höhe von rund 150.000 Euro abgegeben – und den Zuschlag bekommen. Gemäß den Auflagen der Regulierungsbehörde hatte das Unternehmen bis zum 31. Dezember 2007 noch Zeit, den 3,5 Gigahertz-Bereich in Betrieb zu nehmen, andernfalls drohten Strafen. Um dem zu entgehen, hat die Telekom Austria nun kurzerhand sämtliche Rechte an den Frequenzen zurückgegeben.
Keine weiteren Investitionen in WiMAX-Technologie
"Wir sehen die Mobilkommunikation mit GSM,
UMTS,
HSDPA in Kombination mit dem Festnetz als Trägertechnologien, auf deren Basis wir alle künftigen Technologien anbieten werden können", teilte ein Sprecher dem ORF mit. In Zukunft sei mit weiteren Investitionen in die WiMAX-Technologie nicht zu rechnen.
Auch der Konkurrent UPC soll dem Sender zufolge nicht gerade mit emsiger Betriebsamkeit den Ausbau des Netzes verfolgen. Wie der Kabelnetzbetreiber erklärte, werde man dieses Jahr vorerst abwarten. Grund für die Verzögerung seinen unter anderem die hohen Kosten für die Endgeräte sowie das Fehlen eines endgültigen Standards.
André Vatter