Es hatte sich bereits Mitte 2007
angekündigt, jetzt kündigt Jaime Smith Basterra, der Chef des DSL- und Mobilfunkanbieters
o2, gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus" den finalen Schritt an. Das nationale Roaming-Abkommen mit Wettbewerber
T-Mobile soll Ende 2009 beendet werden. Hintergrund: In schlecht oder gar nicht versorgten Regionen hatte o2 bisher auf die Netzinfrastruktur von T-Mobile zurückgegriffen. Für alle o2-Kunden war das ein großer Vorteil, für o2 selber aber vor allem eines: sehr teuer. Bis Ende 2009 will o2 5.000 weitere Antennen aufstellen, um eine flächendeckende Netzversorgung gewährleisten zu können.
Netzbeschleuniger angekündigt
Der Ausbau soll nicht nur dafür sorgen, dass das o2-Netz in der Fläche eine bessere Verfügbarkeit gewährleistet, es soll auch schneller werden. "Das Netz wird durch technische Datenbeschleuniger deutlich schneller werden", kündigte der o2-Boss an. Denkbar ist unter anderem, dass das
HSDPA-Netz deutlich vergrößert wird. Bisher ist o2 nur in ausgewählten
Großstädten verfügbar. Für den Netzausbau hatte die o2-Muttergesellschaft eine Finanzspritze in Höhe von
3,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.
Fonic stark, o2 schwach
Weniger erfreulich verlief nach Focus-Informationen das vierte Geschäftsquartal. Zwar konnte o2 mit seiner Billigmarke
Fonic in vier Monaten 200.000 Kunden gewinnen, insgesamt konnte das Unternehmen aber nur 400.000 neue Kunden gewinnen. E-Plus konnte im vierten Quartal fast 700.000 Neukunden verzeichnen, T-Mobile und Vodafone brachten es weit über eine Million Nettoneukunden. Im DSL-Geschäft konnten dem Vernehmen nach insgesamt 120.000 Kunden gewonnen werden.
2008 wolle man wieder wachsen. "Wir wollen einen Marktanteil von 25 Prozent erreichen", sagte Smith. Bei Kombi-Produkten aus
DSL- und Mobilfunk will o2 eine interne Sprachflatrate mit Gratis-Surfen für Familien anbieten, die monatlich nicht mehr als 30 Euro kosten soll.