Freitag, 08.02.2008 15:01

Ericsson treibt schnelle LTE-Verbindungen voran

aus dem Bereich Mobilfunk
Werden Technikchefs führender Mobilfunkprovider und Netzwerkausrüster nach zukünftigen Netzwerkstandards gefragt, fällt immer häufiger das Kürzel LTE. Die neue Technologie steht für "Long Term Evolution" und soll künftig die mobile Datenübertragung deutlich beschleunigen. Geträumt wird von Downstream-Geschwindigkeiten von 100 oder sogar 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Der große Vorteil des neuen Standards: er ermöglicht eine effizientere Nutzung der vorhandenen Frequenzen sowohl in den bereits lizenzierten als auch in zukünftigen Frequenzbereichen. Während in UMTS-Netzen jedes übertragene Megabyte etwa sechs Cent kostet, sind es künftig in LTE-Netzen nur noch 0,5 Cent.

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Kosteneinsparungen möglich

Ericsson hat jetzt erstmals die neue LTE-Technologie sowohl im Modus Frequency Division Duplex (FDD) als auch im Modus Time Division Duplex (TDD) auf derselben Plattform von Mobilfunkbasisstationen gezeigt. Nach Angaben des Ausrüsters ist LTE die einzige Technologie, die dieselbe Plattform sowohl für gepaarte als auch ungepaarte Funkspektren nutzen kann. Dadurch ergeben sich für Netzbetreiber "erhebliche wirtschaftliche Vorteile", wie Ericsson in einer Unternehmensmitteilung erklärt.

Im TDD-Modus konnte Ericsson bei einer Demonstration eine Downstream-Geschwindigkeit von immerhin 90 Mbit/s erreichen. Im FDD-Modus waren in der Vergangenheit bereits Geschwindigkeiten von 160 Mbit/s erzielt worden. Aktuell sind 90 Prozent des gesamten mobilen Frequenzspektrums gepaart und weniger als zehn Prozent ungepaart. Ericsson will die Spezifikationen der LTE-Technologie nun weiterentwickeln. Mit einem öffentlich nutzbaren LTE-Netz ist aber nicht vor 2011/2012 zu rechnen. In Deutschland werden erste Feldversuche in Dresden starten.
Hayo Lücke
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