Sechs der weltweit 13 Root-Server-Netzwerke haben jetzt IP-Adressen nach dem
Internet-Protokoll Version 6 (IPv6) in ihren Datenbanken. Das gab die internationale Internetbehörde
ICANN jetzt bekannt.
340 Sextillionen Adressen
Durch den Umstieg vom IPv4 auf das fortschrittlichere IPv6 erhöht sich die Anzahl der möglichen
IP-Adressen von derzeit rund vier Milliarden auf über 340 Sextillionen (eine eins mit 36 Nullen). Die Gründe für das "Update" liegen auf der Hand. In den Anfangstagen des Internet, als es nur wenige Rechner gab, die eine IP-Adresse brauchten, galt IPv4 als weit mehr als ausreichend. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass überhaupt jemals so viele Rechner zu einem einzigen Netzwerk zusammengeschlossen würden und es somit im vorgegebenen Adressraum eng werden könnte. Doch im Laufe der Jahre ist die
Entwicklung des Internet nicht stehen geblieben und die zur Verfügung stehenden Adressen sind knapp geworden. Hinzu kommt, dass viele IP-Adressen jedoch nicht genutzt werden können, da sie beispielsweise für Sonderaufgaben verwendet werden oder zu so genannten Teilnetzen gehören und so für das allgemeine Internet nicht zur Verfügung stehen.
Das Internet kann expandieren
Mit dem Umstieg auf das neue Internet-Protokoll reagiert die Internetbehhörde ICANN auf die weitere
Expansion des weltweiten Internets. Schon heute herrscht auf dem asiatischen IT-Wachstumsmarkt eine Adressenknappheit, die beispielsweise durch die Vergabe von dynamischen IP-Adressen kurzfristig gelöst werden kann. Aufgrund des Wachstums und der Wichtigkeit des Internet soll das natürlich kein Dauerzustand bleiben. Hinzu kommt, dass in den kommenden Jahren durch weitere technische Innovationen, besonders im mobilen Bereich, der Adressbedarf für alle Geräte (Computer, Handys, Spielkonsolen, Audio-Hifi-Komponenten, ...) im Internet weltweit weiter ansteigen wird.