Das vierte Geschäftsquartal des vergangenen Jahres verlief für den Kölner Kabelnetzbetreiber
Unitymedia durchwachsen. Während die Zahl der Kabelkunden deutlich zurückging und kaum neue Kunden für die Arena-Satellitenplattform gewonnen werden konnten, verlief die Neukundengewinnung im Triple-Play-Geschäft deutlich besser.
Digitales Kundenplus
Ende 2007 waren bei
Unitymedia 4,76 Millionen Kabelkunden angemeldet. Das sind 82.000 weniger als noch Ende September vergangenen Jahres. Drastisch gesunken ist die Zahl jener Kunden mit analogem Kabelanschluss. Sie ging im dritten Quartal um 277.000 auf 3,73 Millionen zurück. Der Zuwachs von 196.000 Digital-Kunden auf jetzt 789.000 digitale Anschlüsse konnte diesen Rückgang nicht ausgleichen.
Dieser Trend ist auch darin zu begründen, dass der digitale Anschluss seit Anfang 2008
günstiger zu haben ist als das analoge Angebot. Unitymedia hatte seinen Kunden den Wechsel auf Digital-Anschlüsse mit Sonderkonditionen schmackhaft gemacht. Nach eigenen Angaben machten bis Ende 2007 insgesamt 169.000 Kunden von den Wechselangeboten Gebrauch.
Viele neue Internetkunden
Weiter im Aufwärtstrend befindet sich Unitymedia im Geschäft mit seinen Telefon- und Breitband-Internet-Produkten 1play, 2play und 3play. Sowohl für die schnellen Internet-Verbindungen als auch für das Telefonie-Angebot konnten im vierten Quartal netto 41.000 neue Kunden gewonnen werden. Inzwischen surfen 199.000 Kunden über Unitymedia im Internet, 175.000 nutzen den Kabelanschluss dazu, telefonieren zu können.
Enttäuschend verlief das Geschäft mit der digitalen Satelliten-Plattform arenaSAT. Trotz einer Aufwertung der verfügbaren Sender stagnierte die Kundenzahl bei 334.000. Zum Vergleich: Ende 2006 lag die Kundenzahl schon bei 323.000. Ein Ergebnis, das Unitymedia vermutlich in den Überlegungen bestärken wird, über einen Verkauf der Plattform zu verhandeln.