Eine ganz große Stärke der Fritz!Box Fon WLAN 7270 ist die Telefonie: So stecken nicht nur eine DECT-Basisstation nach dem GAP-Standard und ein Anrufbeantworter unter der Haube, auch alle Funktionen einer TK-Anlage für
VoIP und Festnetz beherrscht der Datenakrobat. Neben der Anmeldung von bis zu fünf Schnurlostelefonen über DECT, können auch schnurgebunden analoge Telefone, Faxe und Anrufbeantworter oder – über einen integrierten S0-Port – auch ISDN-Telefone und -Anlagen angeschlossen werden. Wer jedoch gern mehrere analoge Telefone einsetzen möchte, muss sich etwas einschränken: Während das Vorgängermodell 7170 noch über drei Anschlüsse hierfür verfügte, hat AVM der neuen 7270 nur zwei analoge Telefonports spendiert. Die unterstützten Komfortfunktionen, wie etwa Telefonbuch, Anruflisten, Rufnummernsperre oder Wahlregeln stehen beim Telefonieren sowohl per Festnetz als auch per VoIP zur Verfügung. Als praktische Zusatzfunktion kann der neue Fritz! auch über die Telefontastatur konfiguriert werden.
Aufgeräumter Einrichtungsassistent
Praktischer ist jedoch der Einrichtungsassistent, der auf CD mitgeliefert wird. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen, hat AVM die Benutzeroberfläche überarbeitet und aufgeräumt. Das Programm bietet Hilfestellung beim Anschließen und Einstellen der Geräte und gibt gleichzeitig Zugriff auf Komfortfunktionen und Anruflisten. Nach der Installation steht außerdem das Fritz!DSL Startcenter zur Verfügung, über das Statusanzeigen eingesehen, ein Diagnosetool aufgerufen, Updates gefahren oder Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden können.
Die Nutzerführung ist intuitiv und die Konfiguration wurde so weit vereinfacht, dass sich auch Unerfahrene ohne Schwierigkeiten zurechtfinden können. Schritt für Schritt, ähnlich wie bei der Installation eines Windows-Betriebssystems, führt die Software durch den Prozess. Zunächst muss die Fritz!Box mit Strom versorgt und an die DSL-Buchse oder ein -Modem angeschlossen werden. Anschließend nimmt der Computer über LAN oder WLAN den ersten Kontakt auf. Optional kann dann direkt noch ein Analog- ISDN- oder Schnurlos-Telefon angeschlossen werden.
Konfiguration unproblematisch
Kontaktfreudige Rückseite des neuen Fritz! Foto: AVM
Die Konfiguration erfolgt erfreulich unproblematisch: Nachdem sich Rechner und Fritz! kennengelernt haben, können alle wichtigen Angaben am Computerbildschirm festgelegt werden. So stehen bereits 14 bekannte Internetprovider zur Auswahl, weitere können über "andere Anbieter" eingestellt werden. Sind die Zugangsdaten hinterlegt, geht's auch schon auf ins Netz. Auf Wunsch kann zudem ein
VoIP-Anbieter angelegt werden. Hier stehen bereits 13 Namen in der Auswahlliste, exotischere Provider sind aber ebenfalls einstellbar.
Praktisch: Die Fritz!-Software testet automatisch sowohl bei den Internet- als auch den VoIP-Einstellungen, ob die Verbindung funktioniert und gibt erst nach erfolgreicher Prüfung grünes Licht. Zusätzlich bietet der Einrichtungsassistent die Möglichkeit, Komfortfunktionen fürs Telefon einzurichten, die Anrufliste einzusehen und den Anrufbeantworter zu konfigurieren. Letzterer kann für einzelne Rufnummern eingestellt werden, eingehende Nachrichten werden dem Nutzer auf Wunsch als WAV-Datei per E-Mail zugesandt.