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Rein äußerlich muss man die neue Fritz!Box schon neben eine ihrer Verwandten halten, um die Unterschiede zu erkennen. Von den auffälligen drei WLAN-Antennen abgesehen, unterscheidet sich das Modell kaum von seinen Vorfahren. In typischem Rot-Silber gehalten, ist der Router mit seinen 210x155x25 Millimetern etwas üppiger gebaut, als beispielsweise noch der Vorgänger Fritz!Box Fon WLAN 7170. Auf der Oberseite finden sich außerdem neuerdings zwei Tasten für WLAN und DECT. Darüber hinaus hat Fritz! seine Fähigkeiten seit der letzten Versionsnummer ordentlich weiterentwickelt. Das 7270-Modell bringt ein Modem für ADSL und ADSL 2(+) mit und ermöglicht so Internetanbindungen mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Außerdem beherrscht der USB-Port den schnelleren Standard USB 2.0, der nun Datenübertragungsraten von theoretisch 480 Mbit/s ermöglicht. Auch die integrierte DECT-Basisstation ist seit dem 7170-Modell neu hinzu gekommen.

Neuer Fast-Alleskönner Fritz!Box Fon WLAN 7270. Bild: AVM
Allerdings haben viele Anwender vergeblich auf eine VDSL-Unterstützung gewartet, die auf der CeBIT 2007 noch angekündigt wurde. AVM hat auf den neuen Standard vorerst verzichtet. Einem Mitarbeiter des Unternehmens zufolge ist derzeit nicht einmal klar, ob es überhaupt ein VDSL-Modell von AVM geben wird. Das hänge von der Marktentwicklung bei VDSL ab und davon, ob sich in Deutschland ein einheitlicher Standard durchsetzen werde, so die Auskunft. Einem Leserhinweis zufolge ist es sogar so, dass sich die neue Fritz!Box – im Gegensatz etwa zum älteren FRITZ!Fon 7150 – noch nicht einmal als Router hinter einem externen VDSL-Modem betreiben lässt. AVM versprach aber in dieser Hinsicht Abhilfe.
Bis zu 300 Mbit/s
Neu ist bei der Fritz!Box Fon WLAN 7270 vor allem die Unterstützung des schnellen WLAN-Standards 802.11n (Draft 2.0), der im heimischen Netzwerk Funkverbindungen mit bis zu 300 Mbit/s zulassen soll. Allerdings müssen dafür alle Komponenten den neuen Standard unterstützen. Der Rechner muss also im Zweifelsfall mit einem passenden USB-Stick aufgerüstet werden. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt per WPA, WPA2 und 64-/128-Bit WEP. Alternativ stehen auch vier LAN-Anschlüsse an der Rückseite des Geräts bereit, um kabelgebunden mit maximal 100 Mbit/s ins Netzwerk zu kommen. Anders als beispielsweise Netgear oder Belkin, verzichtet AVM beim neuen Fritz! jedoch auf Gigabit-LAN, womit der Datendurchsatz noch zehn Mal höher wäre.


