Viren, Würmer und Trojaner lauen an allen Ecken und Enden des Internets – und es werden
immer mehr. Die Entwickler von Sicherheitsprogrammen kämpfen täglich gegen die Flut neuer Schadprogramme, nicht selten in scharfer Abgrenzung zu den Virenjägern der Konkurrenz. Das soll sich nun ändern. Im spanischen Bilbao sind die größten Security-Hersteller zusammengekommen, um gemeinsam einen Pakt zu schmieden.
Gemeinsame Richtlinien
Künftig wird die Organisation für Anti-Malware-Testing Standards, kurz AMTSO, weltweit für klare Richtlinien bei neuen Testmethoden von Abwehrmechanismen sorgen. Zu den bekanntesten Mitgliedern gehören Unternehmen wie Avira, BitDefender, F-Secure, Kaspersky, McAfee und Symantec. Die Organisation hat sich zu einer Reihe von Maßnahmen verpflichtet, die den globalen Antivirenkampf vereinfachen sollen: Dazu gehören unter anderem die Entwicklung und Veröffentlichung objektiver Standards und optimaler Verfahren für Anti-Malware-Tests, aber auch die Ausarbeitung von Analysen und Studien künftiger Versuchsverfahren. Gleichzeitig verpflichten sich die Mitglieder, Tools und Ressourcen für die Entwicklung von standardisierten Testmethoden bereitzustellen.
Grund für den Zusammenschluss sei die Erkenntnis, dass viele Sicherheitslösungen zu komplex geworden sind, um mit den aktuell angewendeten Testverfahren die Produkte effektiv bewerten zu können.
André Vatter