Das von Philips gegründete Unternehmen NXP hat zusammen mit der Softwarefirma Purple Labs ein Referenzdesign für ein
UMTS-Smartphone vorgestellt, das für unter 100 US-Dollar – rund 67 Euro – verkauft werden soll. Das "Purple Magic" genannte Modell bietet trotz des geringen Preises die üblichen Handy-Funktionen.
Videostreaming und MP3-Player
So unterstützt das Mobiltelefon Videochats, integriert eine Foto- und Videokamera sowie einen Webbrowser und ist darüber hinaus mit einem MP3-Player ausgestattet. Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz. Das Referenzdesign soll sich vor allem an Hersteller von Einsteigerhandys richten und für die Märkte in Südostasien, Osteuropa und Lateinamerika geeignet sein. Nach Angaben der GSA Mobile Industry Trade Group existieren zurzeit 197 Netze der dritten Generation (3G) in 87 verschiedenen Ländern – bevorzugt in Europa und Asien. Um UMTS-Services in Schwellenländern realisieren zu können, seien große Mengen von erschwinglichen Endgeräten notwendig. Zum Weihnachtsgeschäft hätten die Preise für Einsteigermodelle bei 120 bis 145 US-Dollar gelegen.
Das Purple Magic. Bild: Purple Labs.
Mit dem Einsatz von Linux sollen nun Verkaufspreise von unter 100 US-Dollar erreicht werden. Das Purple Magic ist mit 128 Megabyte (MB) Flashspeicher ausgestattet, wobei der Nutzer auf 96 MB zugreifen kann. Das 92x50x15,2 Millimeter große Handy wiegt 95 Gramm und soll im Sprechbetrieb bis zu 8,5 Stunden durchhalten. Die Akkulaufzeit im Standby-Modus gibt Purple Labs mit 15 Tagen an. Das Referenzmodell soll in der kommenden Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert werden.
Saskia Brintrup