Weltweit rund 140 Millionen
Internetadressen sprechen eine deutliche Sprache. Allein in Deutschland sind derzeit rund elf Millionen Domains registriert. Und es werden täglich mehr. Doch laut der Domainhandelsplattform
Sedo werden davon lediglich rund 45 Prozent tatsächlich auch aktiv genutzt. Um diese quasi brach liegenden Adressen sinnvoll zu nutzen, bieten zahlreiche
Webhosting-Anbieter und Domainbörsen ihren Kunden das so genannte Domainparking an.
Mit Werbung Geld verdienen
Das Prinzip hinter diesem Geschäftsmodell ist denkbar einfach: Der Kunde registriert seine ungenutzten Domains bei einem Parking-Anbieter. Der blendet automatisch zu dem vom Domaininhaber angegebenen Keyword passende Werbeanzeigen auf der Internetseite ein. Klickt ein Seitenbesucher auf die Werbung und generiert dadurch entsprechende Erlöse (je nach Klickpreis), klingelt die Kasse. Da das Parking in der Regel für den Domaininhaber kostenlos ist, erhält der Anbieter für seine "Vermittlung von Werbepartnern" eine Provision. Ist ein bestimmter Ertrag in einem vorher festgelegten Abrechnungszeitraum erreicht, wird die Summe an den Kunden ausgezahlt.
Auf das richtige Keyword kommt es an
Ohne Fleiß kein Preis - diese Weisheit gilt auch beim Thema Domainparking. So entscheidet über Erfolg oder Scheitern neben der Besucherzahl unter anderem auch das richtige Keyword, unter dem die Domain in den verschiedenen Suchmaschinen gefunden werden kann. Außerdem entscheidet das Keyword darüber, welche Werbeanzeigen auf der geparkten Seite eingeblendet werden. Deshalb sollte das gewählte Keyword (es können übrigens auch mehrere sein) immer wieder überprüft werden, um ein optimales Klick-Ergebnis und damit auch Umsatz zu erzielen. Oft lässt sich durch das Parking lediglich die jährliche Registrierungsgebühr für die Domain wieder reinholen. Im Idealfall verfügt die Domain über eine entsprechende Historie mit Verlinkungen und Pagerank und kann so im Monat so mehrere hundert Euro erwirtschaften.
Käufer gesucht
Ein weiterer Vorteil des Domainparkens: Kunden können die "Werbeseite" mit einem Hinweis versehen, dass die Internetadresse zum Verkauf steht. So können Parking-Kunden, während sie auf einen potenziellen Käufer warten, mit diesem Geschäftsmodell schon ein paar Euro verdienen. Die Domain wird aber umso attraktiver, umso mehr Umsatz sie durch das Parking erwirtschaftet. Da das Modell mittlerweile sehr erfolgreich geworden ist, gibt es dementsprechend viele Anbieter auf dem Markt. Am bekanntesten dürfte Marktführer Sedo sein, aber auch Anbieter wie Namedrive, Inpado und DomainSpa bieten Domainparking an.