Bei der
Deutschen Telekom stehen die Zeichen auf Multimedia. Bis zum Jahresende möchte der Bonner Konzern nach Angaben von Konzernchef René Obermann 500.000 Kunden für das eigene IPTV-Angebot gewinnen. Bis Ende 2007 habe man 150.000 Multimedia-Kunden gewinnen können und damit den genannten Zielkorridor erreichen können, sagte Obermann am Montag in Berlin.
Telekom verliert weiter Kunden
Obermann führte weiter aus, dass das Triple-Play-Geschäft weiter forciert werden solle. Internet, Telefon und TV aus einer Hand anzubieten, sei ein wichtiges Feld. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Telekom im klassischen Festnetznetzgeschäft in den letzten beiden Jahren jeweils rund zwei Millionen Kunden an Wettbewerber verloren habe.
Obermann betonte, dass dies regulatorisch gewollt und kurzfristig nicht zu stoppen sei. Auch im Jahr 2008 sei mit einem Verlust von einer Million Schmalbandanschlüssen zu rechnen. Ziel müsse es sein, den Marktanteil bei Breitbandanschlüssen zu steigern. Dies sei im vergangenen Jahr mit einem DSL-Neukundenmarktanteil von 44 Prozent auch gelungen.
Festnetz und Mobilfunk wachsen zusammen
Weiter führte der Vorstandsvorsitzende aus, dass sich Festnetz und Mobilfunk in den kommenden Monaten stark ergänzen werden. Obermann wagte zudem die Prognose, dass Mobilfunknetze langfristig zu vollständigen Wettbewerbern von Kabel- und Glasfasernetzen werden. Als Ziel gelte, bei mobilen Breitbandnetzen technologisch führend zu sein.
Erfreut zeigte man bei der Telekom auch über die Entwicklung der konzerneigenen Billigmarke
congstar. Man habe rund 200.000 DSL- und Mobilfunkkunden durch congstar gewinnen können und sei damit "sehr zufrieden". Congstar habe sich in genau die Richtung entwickelt, in der man das Unternehmen sehen wolle.