Da war im
Skype-Hauptquartier in London die Nervosität nicht länger zu verbergen. Nachdem Anfang der Woche
bekannt wurde, dass per Chat versandte Videos für das System durchaus zur Sicherheitsgefahr werden können, hat der
VoIP-Anbieter nun kurzerhand sämtliche Videofunktionen des Clients deaktiviert.
Jetzt auch Metacafe
Bereits seit Montag ist der Zugriff auf Dailymotion gesperrt. Bis zu diesem Zeitpunkt war es möglich, bei der Vergabe von Videotiteln eigene JavaScripts mit Schadcode einzuschleusen, die zur Kaperung eines Opferrechners gedient hätten. Seit heute gehört auch Metacafe zum Kreis der Verbannten. Wie Skype in einer knappen
Meldung mitteilt, hätte man sich zu diesem Schritt entschlossen, um zunächst einmal die Entwicklung eines neuen Patches abzuwarten. Wann dieser jedoch veröffentlicht werden soll, findet keine Erwähnung.
Das genannte Sicherheitsleck betrifft nur den Skype-Client in den Windows-Versionen 3.5 and 3.6. Der Betreiber bezweifelt, dass es zu einem ernsthaften Schaden gekommen ist, da die undichte Stelle früh genug entdeckt worden war.
André Vatter