2007 war ein erfolgreiches Jahr für den Domain-Handel. Dies belegt jedenfalls eine aktuelle Studie des Domain-Handelsplattformbetreibers
Sedo. Demnach war der Domain-Markt im vergangenen Jahr von einem rasanten Wachstum geprägt.
27.270 Domains verkauft
Laut der hauseigenen Übersicht hat sich das Handelsvolumen 2007 um 60 Prozent gesteigert. Haben im Jahr 2006 17.850 Internetadressen noch für rund 30 Millionen Euro den Besitzer gewechselt, waren es 2007 für 27.270 Domains bereits rund 50 Millionen Euro. Der durchschnittlich auf der Handelsplattform erzielte Preis lag bei 1.802 Euro pro Domain und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (1.720 Euro) ebenfalls angestiegen. Goldene Zeiten also für den
Domainhandel, denn laut Sedo-Geschäftsführer Tim Schumacher wird sich dieser Trend auch diesem Jahr weiter fortsetzen.
Im Schnitt 1.800 Euro pro Domain
Im weltweiten Domainvergleich schneiden die deutschen Top-Level-Endungen allerdings nicht so gut ab. So fiel der erzielte Durchschnittspreis einer
.de-Domain von 1.280 auf 1.017 Euro, was einem Minus von 21 Prozent entspricht. Laut Sedo liegt der Grund aber nicht beim Wertverfall der deutschen Domainendungen, sondern vielmehr an den verstärkten Handelsaktivitäten im Niedrigpreissegment (Domains unter 1.000 Euro).
chinese.com für 1,1 Millionen US-Dollar verkauft
Internetadressen mit der Endung .com sind nach wie vor Spitzenreiter der Verkaufsstudie. Es wurden nicht nur mehr .com-Domains gehandelt als je zuvor, sondern auch der erzielte Durchschnittspreis stieg auf einen Höchststand von 3.417 Euro und wird nur noch von Domains mit dem britischen Länderkürzel .co.uk übertroffen (4.617 Euro). Der teuerste veröffentlichte Domainverkauf im vergangenen Jahr galt übrigens der Internetadresse
chinese.com mit einem Verkaufspreis von 1,1 Millionen US-Dollar.
Michael Friedrichs