Gratis-Musik aus dem Netz ist eine heikle Angelegenheit. Entweder der Bezug ist illegal oder das erhaltene Stück steht in schroffem Gegensatz zum persönlichen Geschmack. Dem will die Musik-Community
Last.fm nun Abhilfe schaffen. Zeitgleich in den USA, Großbritannien und Deutschland hat die Plattform ein Angebot für Free-On-Demand-Songs eingerichtet.
Kostenlos dank Werbung
Dafür stellen die großen Labels Universal Music, Sony/BMG, Warner und EMI sowie mehr als 150.000 kleine Plattenschmieden und Künstler ihre Musikkataloge zur Verfügung. Die Songs können in voller Länge und bis zu drei Mal kostenlos angehört werden. Umsatzeinbußen seien laut Last.fm durch die Aktion nicht zu befürchten, da es sich um ein werbefinanziertes Angebot handelt. Nach dem dritten Klick auf den Play-Knopf haben Nutzer die Möglichkeit, die Songs als Download über die Verkaufspartner iTunes, Amazon und 7 Digital zu erwerben.
Verkaufsservice für jeden Tonkünstler
Neben dem On-Demand-Dienst hat Last.fm einen neuen Verkaufsservice mit dem klangvollen Namen Artist Royalty-Programm ins Leben gerufen. Künstler ohne Plattenvertrag haben damit die Möglichkeit, ihre Musik auf Last.fm hoch zu laden. Sobald dann ein Hörer eines ihrer Lieder abspielt, klingelt die Kasse. "Die Möglichkeit, dass Künstler und Labels mithilfe von Last.fm Einnahmen anhand gehörter und nicht anhand gekaufter Songs erwirtschaften können, wird helfen die Musikwirtschaft zu verändern", sagt Felix Miller, CEO und Mitgründer von Last.fm.
Nach eigenen Angaben schauen bei der Musikplattform monatlich rund 20 Millionen Hörer vorbei. Für den einen oder anderen Garagenkünstler könnte sich dieses neue Angebot also durchaus lohnen.
André Vatter