Der Streit um die geänderten Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim Studentennetzwerk StudiVZ scheint kein Ende zu finden. Jetzt ist auf YouTube das Video eines nach eigenen Angaben 29jährigen Hobby-Rappers mit dem Namen Stasido aufgetaucht, in dem dieser die Community als "StasiVZ" verunglimpft.
Werbung für die Konkurrenz
Wie das Branchenmagazin "Werben & Verkaufen" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, erwägen die StudiVZ-Betreiber juristische Schritte gegen den Videoclip. Neben dem Vergleich mit dem ehemaligen DDR-Geheimdienst zeige das Video immer wieder Einblendungen, die einen unsicheren Nutzerdatenumgang bei StudiVZ suggerieren. Gleichzeitig macht der Rapper Werbung für den Plattformwettbewerber Kaioo.com. Der dortige Geschäftsführer gab auf Nachfrage an, nicht an dem Web-Film beteiligt zu sein: "Das Video hat mit Kaioo nichts zu tun."
Weitergabe der privaten Nutzerdaten
Die Pläne von StudiVZ, die privaten Daten der Nutzer zunehmend bei der Schaltung von Werbung zu berücksichtigen, hatte Mitte Dezember zu einem
Sturm der Entrüstung unter deutschen Studenten geführt. In der betreffende Stelle der zustimmungspflichtigen Datenschutzerklärung hieß es: "Ich willige ein, dass studiVZ Bestandsdaten und/oder Nutzungsdaten von mir an Dritte weitergibt, wenn und soweit die Übermittlung der Daten aufgrund gesetzlicher Vorschriften und/oder infolge von Gerichtsentscheidungen zulässig ist."
André Vatter