Es ist ein großes Hin und Her, was da derzeit zwischen
United Internet und Drillisch sowie
Freenet und Versatel auf der anderen Seite abgeht. Während die Verhandlungen um den Kauf von Freenet und Versatel bereits vergangenes Jahr gestartet sind, hieß es plötzlich im Dezember, United Internet und Drillisch hättenihre Übernahmepläne wieder
auf Eis gelegt. Zuletzt konnte man hören,
Freenet solle selbstständig bleiben. Da wundert es nicht, dass die jüngste Adhoc-Meldung aus dem Hause Freenet bei einigen Stirnrunzeln verursacht.
Langsamer Zugriff
Nachdem nämlich vergangene Woche bekannt wurde, dass United Internet nun doch
nach Versatel greift, teilt Freenet heute mit, dass auch Drillisch den Stimmrechtsanteil am Büdelsdorfer Unternehmen auf mehr als ein Viertel erhöht hat. Die Drillisch AG hält nun 25,24 Prozent der Stimmrechte an der
Freenet AG. Davon seien der Drillisch AG 24,51 Prozent über die MPS Holding GmbH zuzurechnen, heißt es in der Adhoc-Meldung weiter.
Gemeinsame Pläne
Die MSP Holding ist ein Gemeinschaftsunternehmen von United Internet und Drillisch. Zuletzt hatten die beiden Partner hierüber ihren Anteil am Grundkapital von Freenet auf
20,05 Prozent aufgestockt. Der Plan sah damals vor, dass United Internet das eigene Geschäft mit den Freenet-Kunden stärkt, während die Mobilfunksparte der Büdelsdorfer an Drillisch gehen sollte. Es bleibt also abzuwarten, ob und wie die schleichende Übernahme nun weitergeht.