Rekordverkäufe von iPods und Computern haben den Gewinn von Apple von Oktober bis Dezember um mehr als die Hälfte auf 1,6 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) steigen lassen. Weltweit verkaufte der US-Konzern in den drei Monaten rund 22 Millionen iPod MP3-Player, mehr als zwei Millionen Macintosh-Computer und ebenso viele iPhone Multimedia-Handys, wie das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) in San Francisco mitteilte.
Ausland deutlich stärker
Der Umsatz wuchs um mehr als ein Drittel auf rund zehn Milliarden Dollar. Dabei legte Apple im Ausland deutlich stärker zu als auf dem Heimatmarkt. Zum besten Quartal in der Firmengeschichte trug auch der schwache Dollar bei, der die Exporte erleichterte.
Besonders gut verkaufte sich in den Wochen vor Weihnachten der
iPod Touch, mit dem Nutzer auch im Internet surfen können. Da er deutlich teurer ist als ein normaler iPod, stiegen die Umsätze mit iPods insgesamt deutlich an. Vom neuen
iPhone verkaufte Apple seit Einführung im US-Handel im Juni vier Millionen. In diesem Jahr sollen es zehn Millionen werden. Mit dem extrem dünnen Notebook
MacBook Air und dem Internet-Laden für Filme iTunes Movie Rentals habe Apple auch 2008 "sehr starke" Produkte im Angebot, erklärte Apple-Chef Steve Jobs.
Vorsichtige Vorausschau
Wegen des traditionell schleppenden Geschäfts mit Unterhaltungselektronik zu Beginn des Jahres und der Finanzkrise rechnet Apple in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur mit einem Umsatz von 6,8 Milliarden Dollar. Weil diese vorsichtige Einschätzung weit unter den Erwartungen der Analysten lag, fiel der Kurs der Apple-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als elf Prozent.