Mittwoch, 23.01.2008 09:47

Auf Nokia-Handys können die Deutschen verzichten

aus dem Bereich Mobilfunk
Die angekündigte Werksschließung in Bochum hat dem Image des finnischen Handy-Herstellers Nokia in Deutschland einer Umfrage zufolge schwer geschadet. 56 Prozent der Bundesbürger wollen wegen der Entscheidung des Konzerns künftig keine Nokia-Handys mehr kaufen, wie aus einer Forsa-Umfrage für den "Stern" hervorgeht. Für 34 Prozent hat die Werksschließung keinen Einfluss auf ihre Entscheidung beim nächsten Handy-Kauf.

Anzeige
Ansehen im Keller

68 Prozent der Bundesbürger gaben zudem an, sie glaubten, dass das Ansehen des Unternehmens unter der umstrittenen Entscheidung gelitten habe. Nur 31 Prozent der Deutschen sind demnach der Ansicht, die geplante Schließung des Betriebes mit mehreren tausend Entlassungen werde sich nicht negativ auf die Marke Nokia auswirken. Für die Umfrage wurden in den Tagen nach der Ankündigung der Werksschließung rund 1.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.

Schließung verteidigt

Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo hat die geplante Schließung des Bochumer Werks verteidigt. Der Konzern habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, "aber ich glaube, dass sie richtig ist", sagte Kallasvuo dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte er: "Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass in den Gesprächen, die wir jetzt führen werden, neue Informationen auftauchen, die diese Entscheidung in Frage stellen." In Bochum seien rund sechs Prozent der Geräte produziert worden, der Standort habe jedoch bei den direkten Personalkosten mit rund 23 Prozent zu Buche geschlagen.

"Nicht mehr eiskalt"

Der Nokia-Chef räumte der "FAZ" gegenüber ein, dass es in den ersten Tagen nicht gelungen sei, die Gründe für die Werksschließung zu vermitteln: "Das mag etwas 'kalt' gewirkt haben." Nokia wolle aber mit den Betroffenen nach Lösungen suchen. "Wir werden das in einer Art und Weise machen, die nicht mehr als 'eiskalt' empfunden wird." Dabei solle auch über Möglichkeiten geredet werden, wie Nokia sich in der Region Bochum engagieren könne. Seiner Sprecherin zufolge will Kallasvuo in der kommenden Woche nach Deutschland reisen.

Der Vorsitzende der Sozialdemokraten in Rumänien und frühere Außenminister Mircea Geoana warf deutschen Politikern vor, mit Blick auf die Verlagerung der Nokia-Produktion nach Rumänien einen "diskriminierenden" und "arroganten" Ton anzuschlagen. "Wir müssen für jeden gut bezahlten Arbeitsplatz kämpfen", sagte er bei einem Besuch in Cluj, wohin das Werk verlagert werden soll. Geoana rief die Politiker seines Landes auf, sich für die Nokia-Fertigung in Rumänien starkzumachen.
Aleksandra Leon / afp
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Server
Server gibt es für fast jede Aufgabe: Mailserver mit POP3 für E-Mails, SQL Server für Datenbanken oder FTP Server für den Dateitransfer.
Auch das Betriebssystem ist variabel - ob Windows Server oder Linux Server: Sie haben die Wahl.
Auf ihrem Dedicated Server bestimmen Sie als Administrator ganz allein.
VDSL Angebote
Mit 50 Mbit/s im Internet surfen - VDSL macht es möglich. In immer mehr Regionen ist der schnelle DSL Anschluss verfügbar.
Neben T-Home VDSL kann inzwischen auch Vodafone VDSL sowie 1&1 VDSL und Alice VDSL bestellt werden.
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs